Eintracht-Coach Riera
„Sonst bekommen sie Probleme mit mir“
06.03.2026 – 18:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Eintracht-Trainer Albert Riera erhöht vor dem Spiel beim FC St. Pauli den Druck auf seine Mannschaft. Der Spanier verlangt maximale Einstellung – und kündigt mögliche Konsequenzen an.
Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera hat seine Profis vor dem Bundesliga-Spiel beim FC St. Pauli deutlich gewarnt. Nach dem jüngsten Sieg gegen den SC Freiburg fordert der Spanier von seinem Team auch auswärts maximale Konzentration und Einsatz.
„Wenn man das Spiel richtig angeht, dann ist man bereit – egal, gegen wen man spielt“, sagte Riera vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN). Seine Erwartung formulierte der 43-Jährige unmissverständlich: „Mit meinen Mannschaften passiert das nicht. Sie haben Energie, Leidenschaft und Willen.“
Sollte diese Einstellung fehlen, droht der Trainer Konsequenzen an. „Sonst bekommen die Spieler Probleme mit mir. Ich bin da sehr hart“, sagte Riera. „Sie wissen schon, dass ich so etwas nie akzeptieren würde.“
Für die Eintracht geht es am Millerntor auch darum, erstmals unter dem neuen Trainer auswärts zu gewinnen. Riera hatte Anfang Februar Dino Toppmöller abgelöst. In vier Spielen holten die Frankfurter sieben Punkte und stehen wieder auf Rang sieben.
Die Auswärtsbilanz bleibt allerdings ausbaufähig. Erst drei von zwölf Bundesliga-Gastspielen konnte die Eintracht in dieser Saison gewinnen. Zudem kommt St. Pauli mit Rückenwind in die Partie: Die Kiezkicker überraschten zuletzt mit einem 1:0 bei der TSG Hoffenheim.
Riera fordert deshalb eine Herangehensweise, als würde sein Team gegen den FC Bayern antreten. Entscheidend sei vor allem die mentale Einstellung: „Klar, wir können Tore nicht machen, Fehler machen. Aber die mentale Haltung, die Herangehensweise, das ist wichtig.“
Der Spanier macht auch deutlich, wie viel Zeit er selbst investiert. „Ich habe die letzten zwei Nächte hier geschlafen“, sagte Riera über das Trainingsgelände der Eintracht. „Wenn ich 15 oder 18 Stunden am Tag hier bin, ist das, weil ich es will. Ich habe keine festen Stunden im Vertrag.“
Mit Lob für seine Spieler geht der Trainer derweil sparsam um. Zu viele Komplimente würden Profis zu weich machen, erklärte Riera.
Nicht helfen können in Hamburg zunächst weiterhin Michy Batshuayi, Can Uzun und Younes Ebnoutalib. Das Trio hat zwar wieder auf dem Platz trainiert, ist laut Trainer aber noch nicht bereit für den Kader. „Es ist auf jeden Fall zu früh. Sie haben nur Passspiel gemacht, sie hatten keinen physischen Kontakt.“










