Serap Güler
CDU-Politikerin warnt vor neuen Flüchtlingswellen
03.11.2025 – 06:12 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Kölner Staatsministerin Serap Güler sieht im Sudan die größte humanitäre Krise der Welt. Warum sie Parallelen zur Flüchtlingskrise 2015 zieht.
Die Kölner CDU-Vorsitzende und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler, fordert nach ihrem Besuch im Sudan eine Aufstockung der Bundeshaushaltsmittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Als erste europäische Politikerin seit Kriegsbeginn hatte Güler das ostafrikanische Krisengebiet besucht.
„Ich werbe gerade bei allen Kollegen dafür, dass das wieder hochgestockt wird, gerade, was die humanitäre Hilfe betrifft, dafür sind wir als Auswärtiges Amt auch verantwortlich“, sagte Güler bei phoenix. Die CDU-Politikerin warnte eindringlich vor den Folgen weiterer Kürzungen in diesem Bereich.
Mit Blick auf die Situation im Sudan erklärte Güler weiter, wenn man hier jetzt kürze, „dürfen wir uns nicht wundern, wenn in drei, vier Jahren vielleicht das passiert, was 2015 mit Syrien passiert ist. Der Krieg in Syrien ist auch nicht 2015 ausgebrochen, der lief schon etwas, aber die Flüchtlingswellen sind entstanden, nachdem die humanitäre Hilfe vor Ort gekürzt wurde“.
Auf die Frage, ob im Bundeshaushalt doch mehr Geld für humanitäre Hilfe bereitgestellt werden solle als nach den geplanten Kürzungen vorgesehen, antwortete die Staatsministerin: „Definitiv ja“.
Der Krieg im Sudan sei „de facto die größte humanitäre Krise, die wir weltweit haben“, erklärte die CDU-Politikerin. Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Katastrophe: 25 Millionen Menschen in der Region leiden Hunger, 30 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, 15 Millionen befinden sich auf der Flucht.










