Fifa-Spitze

Blatter fordert Infantino-Aus – und schlägt Nachfolgerin vor

04.08.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 1 Min.

Sepp Blatter: Gianni Infantinos Vorgänger ist einer seiner prominentesten Kritiker. (Quelle: Adam Davy via www.imago-images.de)

Sepp Blatter wünscht sich ein zeitnahes Ende der Amtszeit von Gianni Infantino als Fifa-Präsident. Er fordert eine weibliche Nachfolge.

Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter hat sich auf X für die norwegische Verbandschefin Lise Klaveness als nächste Fifa-Präsidentin ausgesprochen. Dort schrieb er: „Lise Klaveness verdient größten Respekt. Sie war die Einzige, die stets klar Stellung bezogen und sich nicht dem Mainstream angeschlossen hat. Und bei der Fifa ist die Zeit reif dafür, dass eine Frau die Führung übernimmt.“

Klaveness gilt als kritische Stimme im Weltfußball und setzt sich unter anderem für Frauenrechte ein.

Auslöser für Blatters Vorstoß ist der gescheiterte Versuch von Fifa-Präsident Gianni Infantino, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Mit diesem Vorhaben erntete er weitreichend Kritik – bereits mehrere Nationen kündigten seither an, Infantino im kommenden Jahr nicht erneut wählen zu wollen. Er plant, sich für eine dritte Amtszeit wählen zu lassen. Die Fifa-Wahl findet am 18. März 2027 in Rabat im Marokko statt. Kandidaten müssen ihre Bewerbung bis zum 18. November einreichen.

Sepp Blatter hatte damals den Fifa-Vorsitz im Zuge eines Korruptionsskandals im Mai 2015 aufgegeben. Anfang 2016 übernahm sein Landsmann Infantino das Amt; seitdem kritisiert der 90-Jährige seinen Nachfolger scharf.

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