Für Olympia in Hamburg
Senat legt Milliarden-Plan vor – Bürger entscheiden mit
11.03.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Hamburg will Olympia – und präsentiert ein Finanzkonzept, das deutlich unter den Zahlen von 2015 liegt. Doch bevor der DOSB entscheidet, haben die Hamburger selbst das Wort.
Der Hamburger Senat hat ein erstes Finanzkonzept für eine mögliche Olympia-Bewerbung vorgelegt. Das geplante Gesamtbudget beträgt 4,8 Milliarden Euro – vorgesehen für Wettkampfstätten, Personal, Technologie und Marketing. Darin eingerechnet sind 628 Millionen Euro für unvorhergesehene Ausgaben, was 15 Prozent des Gesamtbudgets entspricht.
Externe Finanzgutachter haben laut den vorliegenden Berechnungen einen Überschuss von 100 Millionen Euro errechnet. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erklärte, die Kosten lägen deutlich unter dem Niveau von 2015. Man könne sagen, dass Hamburg „transparent kalkuliert wirtschaftlich tragfähige Spiele“ ausrichten könne. Der Senat erwartet durch die Spiele zudem einen infrastrukturellen Schub für die Stadt.
Für Hamburg ist es nicht die erste Olympia-Debatte. Im Jahr 2015 stimmten 51,6 Prozent der Hamburger Bevölkerung gegen Olympische Spiele. Damals waren 11,2 Milliarden Euro veranschlagt worden – davon hätte der Bund 6,2 Milliarden Euro übernommen. Kritiker hatten beanstandet, die tatsächlichen Kosten wären weitaus höher geworden.
Auch dieses Mal gibt es Gegenwind. Die Initiative „NOlympia“ sieht in den Spielen ein Milliardenrisiko für Hamburg und keinen nennenswerten wirtschaftlichen Nutzen.
Hamburg bewirbt sich neben Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr als einer von vier Kandidaten für eine deutsche Olympia-Bewerbung. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet im September 2026, welche Stadt ins Rennen geht. Zuvor stimmt die Hamburger Bevölkerung am 31. Mai 2026 darüber ab, ob die Stadt ihre Bewerbung weiterverfolgen soll. Die Spiele wären für 2036, 2040 oder 2044 geplant.
