Ausflug ab Dresdner
Seiffen im Erzgebirge: Ein Geheimtipp für das ganze Jahr
Aktualisiert am 14.02.2026 – 03:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Erzgebirge wie aus dem Bilderbuch: Seiffen ist für die Herstellung von geschnitzten Figuren und Pyramiden bekannt. Was viele nicht wissen: Das passiert nicht nur im Advent.
Räuchermännchen, Nussknacker, Schwibbögen: Wer Adventsdekoration liebt, der sollte einen Ausflug zum Spielzeugdorf Seiffen im Erzgebirge einplanen. In dem kleinen Kurort nahe der tschechischen Grenze dreht sich fast alles um geschnitzte Figuren und Pyramiden – und das nicht nur im Advent, sondern das ganze Jahr über.
Seiffen gilt als Zentrum der erzgebirgischen Holzkunst. Hier beherrschen die Kunsthandwerker noch die jahrhundertealte Tradition des „Männelmachens“. In zwei Schauwerkstätten sowie zahlreichen Handwerksbetrieben und Manufakturen werden die berühmten Seiffener Figuren gefertigt. Besucher können stöbern und zuschauen, wie geschnitzt, gedrechselt und bemalt wird. Jeder Künstler hat seine ganz persönliche Handschrift, die in den Werken zu erkennen ist.
Im Erzgebirgischen Freilichtmuseum können Besucher den Anfängen der Spielzeugherstellung nachspüren. Auf dem Gelände stehen historische Wohn- und Werkhäuser sowie ein Wasserkraft-Drehwerk aus dem Jahr 1760. Handwerker zeigen täglich in der Drehstube ihre Fertigkeiten.
Noch tiefer eintauchen lässt sich im Erzgebirgischen Spielzeugmuseum. Das 1953 eröffnete Museum präsentiert auf drei Etagen Tausende Exponate der erzgebirgischen Spielzeug- und Weihnachtstradition. Die ältesten Stücke stammen aus der Zeit um 1800. Besucher können eine 6,30 Meter hohe Raumpyramide besichtigen, durch historische Stuben der Jahrhundertwende streifen sowie den Winterberg „Christmette zu Seiffen“ erleben.
Neben traditioneller Volkskunst umfasst die Sammlung auch modernes Holzdesign. Im Dachgeschoss widmen sich kleinere Ausstellungen dem Bergbau in der Volkskunst und dem Thema „Hölzer der Welt – die Welt des Holzes“.
Auch ein Besuch der Bergkirche in Seiffen lohnt sich: Diese kleine, achteckige Kirche ist das Wahrzeichen des Ortes und wurde nach dem Vorbild der Dresdner Frauenkirche gestaltet. Sie entstand zwischen 1776 und 1779 nach Entwürfen von Christian Gotthelf Reuther und beherbergt in ihrem Inneren eine historische Orgel.
Die Bergkirche bietet regelmäßig Gottesdienste an. Diese finden an Sonn- und Feiertagen üblicherweise um 9.30 Uhr statt. Parallel dazu gibt es ein Programm für Kinder.
