Nach Platzverweis für Embolo

„Ein Desaster“: Schweizer Wut über Schiri-Leistung


12.07.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Breel Embolo (l.): Sein Platzverweis gegen Argentinien zieht Diskussionen nach sich. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK/imago)

Die Schweiz scheitert in einem engen Spiel an Argentinien. Im Nachgang stehen der Schiedsrichter sowie eine konkrete Situation im Fokus.

Die Schweiz hat das WM-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien mit 1:3 nach Verlängerung verloren. Spielentscheidend war eine Gelb-Rote Karte gegen Breel Embolo in der 72. Minute – ausgesprochen nach einem VAR-Eingriff wegen einer Schwalbe des Schweizer Stürmers.

Remo Freuler, Nationalspieler der Schweiz, hatte offenbar eine andere Wahrnehmung. „Das ist einfach ein Desaster“, schimpfte er laut „The Athletic“ nach dem Schlusspfiff über die Entscheidung des portugiesischen Unparteiischen João Pinheiro. „Ich weiß nicht, was dieser Schiedsrichter hier macht. Ich verstehe nicht, warum sie in einer solchen Situation pfeifen, denn es gab viele Fouls, auch in der ersten Halbzeit – vielleicht müsste er dafür auch Gelbe Karten vergeben. Ich verstehe das also nicht. Wie kann ein VAR in einer solchen Situation den Spielverlauf beeinflussen?“

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Pinheiro hatte zunächst auf ein Foulspiel von Leandro Paredes entschieden und dem Argentinier die Gelbe Karte gezeigt. Nach einem Hinweis sah der Portugiese die Videosequenz – und revidierte: Embolo war nicht berührt worden, hatte abgehoben und ein Foul simuliert. Die Gelbe Karte gegen Paredes nahm er zurück und schickte den bereits verwarnten Embolo vom Feld.

Im Video | Spieler verlässt unter Tränen den Platz

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Quelle: MagentaTV

Grundlage ist die Regelung zur „Spielerverwechslung“. Sie erlaubt dem Videoassistenten einen Eingriff, wenn der falsche Spieler eine Karte erhalten hat. Erst zu WM-Beginn wurde klargestellt, dass davon neuerdings auch Spieler des Gegners betroffen sein können. In der Gruppenphase war so bereits Paraguays Miguel Almirón nach Hinweis des VAR mit einer Gelben Karte für eine Schwalbe bedacht worden.

Yakin ärgert sich über die Regel

Schweiz-Coach Murat Yakin äußerte sich nach dem Spiel ebenfalls aufgebracht, wurde mit seiner Kritik aber zunächst grundsätzlich. „Das ist eine Regel, die für mich mit Fußball nichts zu tun hat. Dass sie eingeführt wurde, ist absolut unnötig“, sagte er.

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