Seit sieben Generationen im Familienbesitz
Das Geheimnis des „Weissen Bräuhauses“: Das passiert im Untergrund
10.08.2026 – 18:51 UhrLesedauer: 2 Min.

München ist bekannt für seine Brauereien und Wirtshäuser. Mitten in der Innenstadt überzeugt eines davon nicht nur mit seinem Weißbier, sondern auch mit besonderen Gerichten.
Mitten in der Münchner Innenstadt, unweit vom Marienplatz und dem Viktualienmarkt, befindet sich das „Weisse Bräuhaus“. Seit sieben Generationen ist es im Besitz der Familie Schneider. Neben seinem Weißbier, das in Bayerns ältester Weißbierbrauerei hergestellt wird, macht das „Weisse Bräuhaus“ noch etwas anderes so besonders: seine Küche.
Genauer gesagt die Speisen, die dort hergestellt werden. Denn im unteren Bereich des Wirtshauses befindet sich eine hauseigene Metzgerei. Wirt Markus Augstburger nennt sie das „Herzstück“, denn hier bekomme man Dinge, die man beim Metzger nicht bestellen könne.
Küchenchef hat über 1.000 Rezepte kreiert
Etwa den Schnauzensalat. Er besteht, wie der Name schon vermuten lässt, aus den Schnauzen der Spanferkel und wird ab Herbst wieder serviert. Wer sonntags dort ist, findet beispielsweise auch Stierhoden auf der Karte. Denn: Die Tiere werden hier komplett verwertet. „Unsere Biotonne ist leerer als die von so manchem Münchner“, sagt Augstburger.
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Das macht die Speisen im „Weissen Bräuhaus“ so besonders
Doch nicht nur die Metzgerei, in der Fleisch, Wurst und Co. selbst hergestellt werden, ist ein wichtiger Teil des „Weissen Bräuhauses“. Auch der Küchenchef Josef Nagler spielt eine entscheidende Rolle. Bereits seit 30 Jahren ist er für die Produktion sowie die Ausgabe der Speisen zuständig. In dieser Zeit hat er über 1.000 Rezepte kreiert. Auf dem Instagram-Kanal des Wirtshauses erklärt der Küchenchef Gerichte wie den Schweinsbraten.
Der ist laut Augstburger auch das beliebteste Gericht im „Weissen Bräuhaus“. Zwei Stück Fleisch und einen Knödel gibt es für 16,90 Euro. Auch die Knödel werden im Untergeschoss des Wirtshauses hergestellt. Hier dreht Mitarbeiter Asry sie und die Spätzle seit 30 Jahren selbst.

Neben der Küche macht das Wirtshaus aber noch etwas anderes so besonders: sein Weißbier. In der Brauerei im niederbayerischen Kelheim wird das Weißbier in offenen Braubottichen gebraut. Für dessen Herstellung wird außerdem seit 150 Jahren der gleiche Hefestamm verwendet. „Wir haben dieses alte, traditionelle Verfahren beibehalten“, sagt Augstburger. Damit ist das „Weisse Bräuhaus“ die älteste Weißbierbrauerei Bayerns.










