Wie ist das möglich?

Land gewinnt kein Quali-Spiel – und fährt trotzdem zur WM


01.04.2026 – 11:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Torschütze Viktor Gyökeres (r.) feiert mit seinen Teamkollegen den 3:2-Siegtreffer gegen Polen. (Quelle: IMAGO/JESPER ZERMAN/imago)

Schweden schafft über die Playoffs den Sprung zur WM. Das Kuriose: In der Qualifikation gewannen die Skandinavier kein einziges Spiel.

Der Jubel in Schweden kannte am Dienstagabend keine Grenzen. Als Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres in der 88. Minute das Tor zum 3:2 gegen Polen schoss, brachen bei den 50.000 Fans in der Strawberry Arena von Solna alle Dämme.

Mit dem Sieg im Playoff-Finale schafften die Skandinavier über den Umweg der Ausscheidungsspiele und in nahezu letzter Minute doch noch den Sprung zur WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli). Dort treffen sie in Gruppe F auf Japan, die Niederlande und Tunesien.

Dabei spielten die Schweden, WM-Dritter von 1994, eine enttäuschende Qualifikation. In ihrer Gruppe B mit der Schweiz, Kosovo und Slowenien gewannen die „Tre Kronors“ kein einziges Spiel, belegten mit nur zwei Punkten den letzten Platz. Dennoch durften sie an den WM-Playoffs teilnehmen. Wie kam es dazu?

„Gerettet“ hat Schweden die Nations League. Der 2018/19 ins Leben gerufene Uefa-Wettbewerb war gewissermaßen der Fallschirm für Gyökeres & Co. Denn: An den Playoffs waren nicht nur die zwölf Gruppenzweiten aus der WM-Qualifikation teilnahmeberechtigt, sondern auch die vier besten Gruppensieger der vergangenen Nations-League-Saison, die nicht Gruppenerster oder Gruppenzweiter in der WM-Qualifikation geworden waren.

Und dazu zählte Schweden, das seine Nations-League-Gruppe in Liga C mit fünf Siegen aus sechs Partien gewann und die Slowakei, Estland und Aserbaidschan hinter sich ließ. Damit war nicht nur der Aufstieg in Liga B gesichert, sondern gleichzeitig auch die Teilnahme an den aus zwei Partien bestehenden WM-Playoffs.

Und diese zweite Chance nutzte Schweden, schaltete zunächst auswärts die Ukraine aus (3:1), um dann im Krimi gegen Polen doch noch die 13. WM-Teilnahme seiner Geschichte perfekt zu machen.

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