„Familientragödie“?
Sechs Tote nach Schüssen in Stade – das ist aktuell bekannt
Aktualisiert am 29.06.2026 – 17:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Schüsse in Stade: Sechs Menschen sind tot, weitere schwer verletzt. Die Polizei nimmt den mutmaßlichen Schützen fest und spricht von einer „Familientragödie“.
Großeinsatz in Stade: In der Hansestadt nahe Hamburg fielen am Montag Schüsse. Die Polizei sprach am Mittag von einer „dynamischen Lage“. Nach bisherigem Stand starben sechs Erwachsene – fünf am Tatort, ein sechstes Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Das teilte die Polizei mit. Sie schließt nicht aus, dass die Zahl der Todesopfer noch steigt.
Weitere Angaben zu ihrer Identität und zur Frage, in welcher Beziehung sie zu den mutmaßlichen Tätern stehen, machten die Ermittler zunächst nicht. Es solle sich jedoch um eine „erweiterte Familientragödie“ handeln. Es gehe „nicht in Richtung Femizid oder auch politischer Hintergrund“, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Das Motiv für die Gewalttat liege vielmehr „im Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung begründet“.
Neben den Toten gibt es auch Verletzte. Wie viele genau, ist unklar. Die Polizei spricht lediglich von einer einstelligen Zahl. Am Nachmittag warnten die Einsatzkräfte vor falschen Gerüchten und Nachrichten, die die Runde machten.
Schüsse fielen in Jugendhilfeeinrichtung
Gegen 12.10 Uhr wurden die Schüsse gemeldet, sagte Polizeisprecher Matthias Bekermann am Nachmittag. Die Tat passierte in einer Jugendhilfeeinrichtung im Bereich der Dankersstraße. Zu der Einrichtung gehören auch Mutter-Kind-Wohnungen. In dem Wohngebäude fanden die Ermittler die getöteten Personen.
Im Video | Video zeigt Polizei am Tatort in Stade
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Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen, darunter auch der mutmaßliche Schütze, der laut Polizei männlich sein soll. Dieser habe nach Angaben von Reportern vor Ort versucht, mit einem Auto zu flüchten, sei aber gestoppt worden. Bestätigt ist dies allerdings nicht. Über die Verdächtigen sind bisher keine weiteren Informationen bekannt. Die Rolle des zweiter festgenommenen Person ist unklar.
Stadtrat spricht über Schüsse in Stade
Stadtrat Carsten Brokelmann sprach im Namen der Stadtverwaltung „unser tiefes Mitgefühl den Opfern dieser schrecklichen Tat sowie deren Hinterbliebenen“ aus. In einer Kita und einer Grundschule, die sich jeweils in der Nähe des Tatorts befinden, seien die Schüsse nicht zu hören gewesen, sagte Brokelmann. „Wir sind froh, dass es unseren Mitarbeitenden und den Kindern in Kita und Grundschule gut geht.“
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