Berichte über eine Täterin

Zehn Tote nach Schüssen in einer Schule in Kanada

Von dpa, afp, t-online, mtt

Aktualisiert am 11.02.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Polizeiauto in British Columbia (Symbolbild): In Kanada sind mehrere Menschen durch Schüsse an einer Schule gestorben (Quelle: Bayne Stanley/imago)

In einer Schule in Kanada werden mehrere Menschen getötet. In der Nähe entdeckt die Polizei auch in einem weiteren Haus Tote. Die Ermittlungen laufen.

Offenbar eine Schützin hat in einer Schule in Kanada mehrere Menschen erschossen und etwa zwei Dutzend weitere verletzt. Auch in einem nahen Wohngebäude wurden Leichen gefunden.

Kanadischen Medien zufolge lagen in der Schule sechs erschossene Opfer. Ein Mensch, von dem angenommen werde, dass es sich um die Schützin handele, sei zudem „mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen tot aufgefunden“ worden. Ein weiteres Schusswaffenopfer starb auf dem Weg ins Krankenhaus. In dem Wohngebäude starben zwei Menschen.

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben um 13.20 Ortszeit über Schüsse an einer weiterführenden Schule in der Gemeinde Tumbler Ridge informiert. Der Ort liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Der Tatort in dem Wohngebäude steht ersten Ermittlungen zufolge im Zusammenhang mit dem Vorfall an der Schule.

Zwei Verletzte seien per Hubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. 25 weitere Personen würden wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen behandelt. Die übrigen Schüler und Mitarbeiter seien sicher evakuiert worden.

Ein Schüler der 12. Klasse der Schule sagte, er und seine Klassenkameraden seien mehr als zwei Stunden lang hinter verbarrikadierten Türen eingeschlossen gewesen: „Es fühlte sich an, als wäre ich an einem Ort, den ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte.“ Die Schüler hätten Tische aufgestellt und die Türen über zwei Stunden lang verbarrikadiert. „Mir wird die ganze Sache nur langsam bewusst. Ich glaube, ich kannte da jemanden, aber alles ist noch sehr frisch.“

Es sei eine „sich rasch entwickelnde und dynamische Lage“ gewesen, erklärte der Kommandant der örtlichen Polizei, Ken Floyd. „Das war ein unglaublich schwieriger und emotionaler Tag für unsere Gemeinde“, fügte er hinzu. Über den Hintergrund der Tat und das mögliche Motiv des Schützen war zunächst nichts bekannt. Auch zur Identität der Opfer machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Kanadische Medien berichteten, es handele sich um eine Täterin. Die Polizei ging nicht von weiteren Verdächtigen aus. Eine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht.

Kanadas Premierminister Mark Carney reagierte betroffen auf den „schrecklichen“ Vorfall. Er sei „am Boden zerstört“, erklärte er in Onlinediensten. „Meine Gebete und tief empfundene Anteilnahme gelten den Familien und Freunden, die durch diese grauenhaften Gewalttaten geliebte Menschen verloren haben.“

Seine geplante Reise zu der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) sagte Premierminister Carney vorerst ab.

Share.
Exit mobile version