Mann eröffnet das Feuer
Schüsse in US-Großstadt – Baby stirbt
02.04.2026 – 08:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Männer nähern sich auf einem Motorroller einer Straßenecke in einem belebten Viertel – einer schießt. Ein sieben Monate altes Kind wird getroffen.
In Brooklyn in New York hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) ein Querschläger ein sieben Monate altes Baby im Kinderwagen getroffen und getötet. „Ein Leben, das gerade erst begonnen hatte, wurde in einem Augenblick ausgelöscht“, sagte New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani bei einer Pressekonferenz.
Wie die Polizei mitteilte, sollen sich zwei Männer auf einem Motorroller einer Straßenecke im belebten Viertel Williamsburg genähert haben. Der Beifahrer soll dort mindestens zwei Schüsse abgegeben haben. Laut den Behörden hielten sich an der Ecke zu diesem Zeitpunkt mehrere Erwachsene und Kinder auf – darunter zwei Kinderwagen. Das Baby sei später im Krankenhaus für tot erklärt worden. Weitere Verletzte gab es nicht.
Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit Bandenkriminalität aus. Das Kind sei zufällig getroffen worden, erklärte New Yorks Polizeichefin Jessica Tisch. Die eigentliche Zielperson sei unklar, eine Waffe hätten die Ermittler bislang nicht sicherstellen können.
Nach den Schüssen soll der Motorroller wenige Straßen weiter mit einem Auto kollidiert sein, beide Männer stürzten. Einer von ihnen sei verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden und befinde sich inzwischen in Polizeigewahrsam. Ob er der Schütze ist, werde noch geprüft, so Tisch. Nach dem zweiten Mann werde weiter gefahndet, hieß es. Den Roller stellte die Polizei sicher und wertet Videoaufnahmen aus.
Bürgermeister Zohran Mamdani fand nach dem Vorfall bei einer Pressekonferenz deutliche Worte: „Zu viele Kinder werden nie zu Erwachsenen“, sagte er. „Wir dürfen dies in unserer Stadt nicht als normal hinnehmen.“ Der Fall hat in New York erneut eine Debatte über Waffengewalt ausgelöst.
