Überraschender Effekt
Dieser Duft könnte die Trainingsleistung verbessern
13.07.2026 – 14:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Wahrnehmung eines bestimmten Geruchs wirkt sich womöglich positiv auf das Work-out aus. Laut einer Studie gelingen so deutlich mehr Wiederholungen.
Wer nüchtern trainiert, fühlt sich oft schneller erschöpft. Forscher aus Malaysia haben nun einen ungewöhnlichen Ansatz untersucht: Sie ließen junge Männer vor und während eines Krafttrainings an Schokolade riechen – mit erstaunlichem Ergebnis.
Mehr Wiederholungen beim Krafttraining
An der Studie nahmen 23 gesunde, moderat trainierte Männer teil, die vor dem Versuch mindestens zehn Stunden nichts gegessen hatten. Sie absolvierten mehrere Sätze an der Beinstreckmaschine. Bei dieser sitzt man ähnlich wie auf einem Stuhl und hebt mit den Beinen ein Gewicht, das knapp oberhalb der Sprunggelenke liegt.
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Vor und zwischen den Sätzen schnupperten die Teilnehmer entweder an verflüssigter dunkler Schokolade mit 90 Prozent Kakaoanteil, verflüssigter Milchschokolade mit 60 Prozent Kakaoanteil oder an einer geruchlosen Kontrollprobe.
Bei der Gruppe mit der dunklen Schokolade schafften die Probanden im Schnitt rund 18 Wiederholungen mehr als die Kontrollgruppe. Bei der Gruppe mit der Milchschokolade waren es etwa neun zusätzliche Wiederholungen. Dabei hatten die Teilnehmer nicht das Gefühl, dass sie sich mehr anstrengen.
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Warum könnte der Duft wirken?
Vor allem der Geruch dunkler Schokolade schien das Hungergefühl bei den Teilnehmern zu dämpfen und ein stärkeres Sättigungsgefühl auszulösen. Das Gehirn verbindet vertraute Lebensmittelgerüche offenbar mit früheren Erfahrungen und bereitet sich gewissermaßen auf die zu erwartende Mahlzeit vor, glauben die Forscher. Dadurch könnte sich der Fokus stärker auf das Training richten.
Der Duft von Milchschokolade hingegen verringerte den Hunger zwar nicht, wurde aber als besonders angenehm empfunden. Auch das könnte die Motivation und damit die Trainingsleistung positiv beeinflusst haben.
Wie ist die Studie einzuordnen?
Die Ergebnisse sind noch mit Vorsicht zu interpretieren. So war etwa die Teilnehmerzahl der Studie klein, und es wurden ausschließlich junge Männer untersucht. Überdies wurden weder Hormone noch Gehirnaktivität gemessen, sodass die vermuteten Mechanismen bislang nicht nachgewiesen sind.
Ob Schokoladenduft auch bei anderen Bevölkerungsgruppen oder anderen Sportarten einen ähnlichen Effekt hat, sollen nun weitere Studien klären. Die Forscher schließen zudem nicht aus, dass sich auch weitere Speisedüfte positiv auf das Training auswirken könnten. Wichtig sei vermutlich vor allem, dass der jeweilige Geruch den Betroffenen vertraut sei und als angenehm empfunden werde.










