Drei Alternativen

Schokolade ohne Kakao – wie geht das?


Aktualisiert am 18.03.2026 – 11:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Schokolade: Von Außen ist nicht erkennbar, ob die Schokolade Kakaobohnen enthält.

Schokolade: Nur vom Anblick her ist nicht erkennbar, ob die Schokolade Kakaobohnen enthält. (Quelle: buzzanimation/getty-images-bilder)

Schokolade gehört zu den beliebtesten Süßigkeiten – doch ihr Ruf leidet unter Kinderarbeit und Umweltproblemen. Es gibt jedoch Alternativen ohne Kakao.

Schokolade ist lecker, steht aber auch in der Kritik. Denn nicht selten arbeiten Kinder auf den Kakaoplantagen, um die begehrten Früchte zu ernten. Dieser Aspekt sowie die ökologischen Probleme, die mit dem Kakaoanbau einhergehen, führen dazu, dass viele Verbraucher Bedenken beim Verzehr von Schoko-Produkten haben. Was viele nicht wissen: Wer die ökologischen und sozialen Schwierigkeiten mit seinem Schokoladenkauf nicht fördern möchte, kann auch zu Schokoladenprodukten greifen, die keinen Kakao enthalten. Welche sind das? Und wie kann Schokolade ohne Kakao hergestellt werden?

Der bekannteste Hersteller von Schokoladen-Alternativprodukten ist Planet A Foods s.r.o. mit seiner Marke Choviva. Für seine Süßwaren ersetzt der Hersteller das Kakaopulver und die Kakaobutter durch fermentierte gemahlene Sonnenblumenkerne sowie Hafer. Diese werden auf die gleiche Weise wie Kakao verarbeitet, wodurch er ein schokoladiges Aroma und Geschmacksprofil erhält, so der Hersteller.

Ein weiterer Hersteller von Schokolade ohne Kakaobohnen ist WNWN Food Labs, ein Unternehmen aus Großbritannien. Es ersetzt den Kakao durch Gerste aus dem eigenen Land sowie Carob aus Italien. Bei Carob handelt es sich um die getrockneten Früchte des Johannisbrotbaums, die zu Pulver zermahlen werden. Da der Johannisbrotbaum inzwischen auch in Europa kultiviert wird, ist der CO2-Fußabdruck bei dieser Zutat wesentlich kleiner als bei Kakaobohnen.

Eine weitere Möglichkeit, Kakao durch andere Lebensmittel zu ersetzen, wird derzeit von Johnny Drain, einem britischen Wissenschaftler, erforscht. Er möchte die Bohne durch die Kartoffel ersetzen.

Die Hersteller versprechen, dass die Schokolade, die ohne Kakaobohnen hergestellt wird, dennoch zartschmelzend und aromatisch schmecke. Allerdings soll ihr Geschmack etwas milder und weniger vollmundig sein als der von konventioneller Schokolade.

Lebensmittel, die statt Kakao die Schoko-Alternative nutzen, dürfen nicht die Bezeichnung Schokolade tragen. Denn der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) dürfen Informationen über Lebensmittel Verbraucher nicht täuschen – insbesondere nicht über deren Zusammensetzung. Deshalb ist die Kennzeichnung als „kakaofreie Schokoladen-Alternative“ erforderlich.

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