Trauer um Kunstwelt-Legende
Er schuf die Berlinale-Bären: Hermann Noack gestorben
11.03.2026 – 16:38 UhrLesedauer: 1 Min.
Hermann Noack III. prägte jahrzehntelang das Handwerk hinter Berlins bekanntesten Kunstwerken. Nun ist er gestorben – doch seine Werke leben weiter.
Hermann Noack III. ist tot. Der ehemalige Chef der Berliner Kunstgießerei Noack starb im Alter von 95 Jahren in Berlin. Noack-Galerie-Direktorin Isabella Greenberg teilte dies der Deutschen Presse-Agentur mit.
In seiner Gießerei entstanden zwei der bekanntesten Berliner Wahrzeichen: die Berlinale-Bären und die Quadriga auf dem Brandenburger Tor.
Noack arbeitete jahrzehntelang mit Künstlern von Weltrang zusammen. Ab 1958 war er für alle Bronzegüsse des britischen Bildhauers Henry Moore verantwortlich. In seinen Werkstätten entstanden Werke von Georg Kolbe, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Käthe Kollwitz und Wilhelm Lehmbruck.
Das Familienunternehmen wurde 1897 gegründet. 2010 übergab Noack die Leitung an seinen Sohn Hermann Noack IV. Die Gießerei wird seither in vierter Generation weitergeführt.
