Aus der Signa-Insolvenzmasse
Alsterhaus wechselt den Besitzer
07.04.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Hamburger Luxuskaufhaus soll einen neuen Eigentümer bekommen. Die Transaktion ist noch nicht besiegelt – die Gläubiger müssen erst zustimmen.
Das Family-Office der Schoeller Group und eine große deutsche Pensionskasse wollen das Alsterhaus in Hamburg kaufen. Das teilte die Schoeller Group mit. Noch stehe die Transaktion aber unter einem regulatorischen Vorbehalt. Die Gläubiger müssten dieser zustimmen, sagte ein Sprecher. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.
Der Unternehmensverbund mit Sitz in München und Zürich ist unter anderem auf Mehrwegverpackungen spezialisiert. Sein Family-Office verwaltet Privatvermögen. Welche Pensionskasse beteiligt ist, nennt die Mitteilung nicht. Auch zum Kaufpreis schweigt die Schoeller Group.
Das Alsterhaus gehörte zur Luxusimmobilien-Gesellschaft der Signa-Gruppe des österreichischen Investors René Benko. Steigende Zinsen und Baukosten sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof hatten die Signa in die Insolvenz getrieben.
Als Insolvenzverwalter ist Torsten Martini für einige Immobilien der früheren Signa-Gruppe zuständig. Martini äußerte sich auf Anfrage nicht zu der Mitteilung der Schoeller Group. Martini ist seinem Sprecher zufolge zu Verschwiegenheit verpflichtet.
Mieter der Immobilie ist die KaDeWe GmbH, die auch das KaDeWe in Berlin und das Oberpollinger in München betreibt. Der Chef der KaDeWe GmbH, Timo Weber, sagte auf Anfrage, es bestehe ein langfristiger Mietvertrag. Die Betreibergesellschaft gehört zur thailändischen Central Group.
