Großeinsatz
Rock im Park: 1.125 Sanitäter – das war ihr bewegendster Einsatz
Aktualisiert am 03.06.2026 – 21:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Rock im Park ist medizinisch ein Kraftakt: Tausende Hilfeleistungen, hunderte Transporte, Dutzende Notarzt-Einsätze. Ein Schockraum steht bereit. Ein Blick hinter die Kulissen.
Kein Straßenname, keine Hausnummer, aber 80.000 Menschen: Bei Rock im Park stellen mehr als 1.100 Ehrenamtliche sicher, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Und das auf einem weitläufigen Gelände, das ganz eigene Herausforderungen an die Einsatzkräfte stellt.
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Denn: Bei Rock im Park gibt es für die Einsatzkräfte lediglich Lagepläne und Planquadrate, um sich zurechtzufinden. Die Nürnberger Lokalredaktion von t-online hat erfahren, wie die Rettungskräfte auf solche Einsätze vorbereitet werden.
Rock im Park: Rettungsdienst in Zahlen
Rock im Park zähle zu den logistisch anspruchsvollsten Großveranstaltungen in Bayern. Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher des Sanitätswachdienstes, vergleicht den Veranstaltungsort mit einer „mittelgroßen Stadt“ – nur, dass die rund 80.000 Menschen in dieser „Stadt“ auf einer viel kleineren Fläche feiern. Was da medizinisch passieren kann, lässt sich kaum eingrenzen. Die Helfer rechnen nicht nur mit Blasen oder Schnittwunden.

Es könne bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung vielmehr zu einem breiten Spektrum an Zwischenfällen kommen: „vom Kreislaufproblem bis zum lebensbedrohlichen Notfall“. Was 2025 los war, zählt Taheri-Sohi auf:
- 1.125 ehrenamtliche Einsatzkräfte,
- 1.900 Schichten,
- 2.433 sanitätsdienstliche Hilfeleistungen,
- 134 Transporte ins Krankenhaus,
- 114 Rettungswagen-Einsätze,
- 125 Krankentransportwagen-Einsätze,
- 29 Notarzteinsätze.

Auf dem Gelände arbeiten mehrere Organisationen zusammen. Die Einsatzleitung übernimmt das Bayerische Rote Kreuz (BRK). Vor Ort sind auch der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Auf dem Gelände gibt es laut BRK alles, um auch die intensivmedizinische Notfallversorgung abzudecken – etwa einen Schockraum. Er dient der intensivmedizinischen Notfallversorgung und der Stabilisierung von Patienten in kritischem Zustand, bevor diese in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.









