Geheimtipp in Pasing

Hier gibt es das wohl günstigste Schnitzel Münchens


Aktualisiert am 12.04.2026 – 14:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Wiener Schnitzel mit Zitrone (Symbolbild): In Pasing gibt es einen ganz besonderen Geheimtipp.

In München kostet ein Schnitzel im Wirtshaus oft mehr als 20 Euro. Im Franzz in Pasing gibt es das beliebte Gericht schon für 16,30 Euro.

Schon der Name lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen: Wiener Schnitzel. Ein zartes Stück Fleisch in knuspriger, goldgelber Panade brutzelt in der heißen Pfanne, bis es perfekt gegart auf dem Teller landet – außen kross, innen saftig. Mit einem Löffel Preiselbeeren, einem Spritzer Zitrone und knusprigen Bratkartoffeln ist das Glück auf dem Teller perfekt.

Doch es gibt eine Kehrseite: In vielen Münchner Wirtshäusern kostet dieses Glück inzwischen deutlich mehr als 20 Euro. Wer ein richtig gutes Schnitzel zu einem noch bezahlbaren Preis sucht, sollte sich das Wirtshaus Franzz in Pasing merken.

Wer echte bayerische Küche ohne viel Tamtam sucht, wird im Franzz fündig. Das Restaurant liegt etwas abseits der Innenstadt und punktet vor allem am Wochenende – denn sonntags steht Schnitzel auf dem Programm.

Für gerade einmal 16,30 Euro bekommt man hier ein frisch gebratenes Schnitzel auf dem Teller, und zwar nicht irgendeines, sondern eines, das mit handwerklicher Sorgfalt zubereitet wird. Alle Schnitzel stammen nach eigenen Angaben aus der Schweinelende vom Schwäbisch Halleschen Landschwein von der Hofmetzgerei Stanishof in Germering.

Die Auswahl ist vielseitig: Klassisch gibt’s das Schnitzel Wiener Art, mit knuspriger Panade, Pommes und Zitronenscheibe serviert. Wer’s regional mag, greift zur Münchner Variante mit einer würzigen Meerrettich-Semmelbrösel-Panade und hausgemachtem Kartoffelsalat. Auch die schwäbische Interpretation ist vertreten – als Naturschnitzel, das in einer cremigen Schwammerlrahmsoße (Pilzrahmsoße) badet und mit Spätzle auf den Tisch kommt.

Für Freunde der modernen Schnitzelküche gibt’s etwa die „FranZziska Art“, paniert mit Cornflakes und serviert mit Pommes. Besonders kreativ wird’s mit der Bangkok-Variante, die mit einer fruchtigen Curry-Kokos-Soße, Wokgemüse und Basmatireis einen Hauch Fernost ins Wirtshaus bringt. Und wer einen Blick auf die Tageskarte wirft, entdeckt immer wieder neue Kreationen – etwa Hirschfleischpflanzerl (Hirschfrikadelle) mit Salzkartoffeln und Rahmwirsing.

Das Franzz ist kein Ort für Fine Dining – hier sitzt man gemütlich, die Portionen sind groß und das Preis-Leistungs-Verhältnis fast schon ein Anachronismus in der Münchner Gastroszene. Und genau deshalb ist es ein echter Geheimtipp, vor allem für alle, die sich am Sonntag etwas gönnen wollen, ohne gleich das Konto zu strapazieren. Im Sommer sitzt es sich hier übrigens sehr gemütlich im Biergarten mit 120 Plätzen.

Wer trotzdem lieber in der Innenstadt bleibt, wird natürlich auch fündig: etwa beim Schnitzelwirt in der Lindwurmstraße, wo die Karte Schnitzel in allen Varianten bietet – allerdings auch zu anderen Preisen. Oder im Andechser am Dom, wo das klassische Wiener Kalbsschnitzel zwar hervorragend, aber mit 29 Euro deutlich teurer ist.

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