Natur und Klima

Schneider will Moorfläche mit Förderung fast verdoppeln

Aktualisiert am 17.04.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 1 Min.

Moorböden können viel schädliche Treibhausgase speichern. (Archivbild) (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)

Intakte Moore speichern Treibhausgase und helfen damit dem Klima. Die Bundesregierung fördert jetzt gezielt neue Projekte. Damit sollen Landwirte sich eine Bewirtschaftung leisten können.

Mit staatlicher Förderung will das Bundesumweltministerium die Fläche intakter Moorböden in Deutschland fast verdoppeln. „Mit diesem Angebot können wir den Moor-Regionen in Deutschland und vor allem den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben eine echte Zukunftsperspektive geben“, erklärte Minister Carsten Schneider (SPD). Mit der „nassen Landwirtschaft“ könne man das Wasser in der Fläche halten, ohne die wirtschaftliche Nutzung aufzugeben.

Moorböden können viel schädliche Treibhausgase speichern und helfen so dem Klimaschutz. Außerdem helfen sie, den Wasserhaushalt auszugleichen. Die Bundesregierung stellt dafür bis Ende 2029 rund 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Die EU-Kommission hat die Förderung bereits genehmigt. Förderfähig ist neben einer schonenden Bewirtschaftung auch eine Stilllegung von Flächen.

Geld soll fließen für die Wiedervernässung, für den Ausgleich von Wertverlusten bei Eigentum und Nutzung und den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten für Produkte aus Moorpflanzen. Das können laut Ministerium zum Beispiel Fasern für Papier, Kartons oder Baumaterialien sein. Bewerben können sich Eigentümer, Bewirtschafter und Verbände.

In Deutschland sind nach Angaben des Ministeriums heute mehr als 90 Prozent der ursprünglichen Moorböden trockengelegt. Nass seien nur noch rund 100.000 Hektar. Über die Förderung sollen weitere 90.000 Hektar hinzukommen.

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