Chaos im Berufsverkehr droht
Schneefront baut sich auf – „besonders kritisch“
15.02.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.

In ganz Deutschland gelten amtliche Glättewarnungen – das Wetter bringt Schneefall mit sich. Der Start in die neue Woche könnte heikel werden.
Laut DWD gelangt die bisher nach Deutschland eingeflossene Polarluft am Sonntag zunächst unter Zwischenhocheinfluss – das Wetter gestaltet sich demzufolge überwiegend freundlich, mit sonnigen Abschnitten. Doch in der Nacht greift bereits der nächste Tiefausläufer mit milderer Luft von Westen her auf das Land über. Die Folgen sind weitreichend, wie der Diplom-Meteorologe Dominik Jung auf Anfrage von t-online erklärt. „Besonders kritisch“, so Jung, könne erneut auftretender gefrierender Regen werden.
Daten des Icon-Wettermodells, mit dem auch der DWD rechnet, bestätigen Jungs Befürchtung: Bereits ab 20 Uhr am Sonntagabend beginnen von Westen her teils kräftige Schneefälle. Zum Start des morgendlichen Berufsverkehrs gegen 6 Uhr soll sich das Schneeband auf einen breiten Streifen entlang einer Linie Hamburg – Kassel – München verlagert haben. Bei Frankfurt sollen laut Modell zu dem Zeitpunkt bereits 11 Zentimeter Schnee liegen. Rund um München besteht zudem die Gefahr von Eisregen. Dabei trifft Regen auf noch gefrorene Böden und verwandelt sich binnen Sekunden in Blitzeis.
Insbesondere die Phase, in der Schnee in Regen übergeht, hält der Meteorologe Jung für tückisch: „Genau diese Phase birgt erhöhtes Glättepotenzial“, so Jung. „Betroffen sein könnten höher gelegene Strecken, Brücken sowie Regionen, in denen sich die kalte Luft länger hält.“
Deutschland befinde sich in einer „klassischen Aufgleitlage“, so der Wetterexperte. „Mildere Luft strömt in der Höhe ein, während am Boden noch Frost herrscht. Solche Wetterlagen wirken unscheinbar, führen aber häufig zu schwierigen Verkehrsbedingungen“, erklärt Jung.











