Lawinenwarnstufe Rot
Schneechaos in Norditalien: Dolomiten-Pässe abgeriegelt
Aktualisiert am 16.03.2026 – 10:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Plötzlich meldet sich der Winter mit Nachdruck zurück – in Italien schneit es heftig. Die Lawinengefahr steigt deutlich an.
In mehreren Regionen Italiens haben heftige Schneefälle zu chaotischen Verhältnissen auf den Straßen geführt. Die Behörden riegelten am Sonntag mehrere Straßen ab, weil sie wegen des Schnees nicht passierbar waren oder die Lawinengefahr als zu groß eingestuft wurde. Betroffen waren Südtirol und die alpinen Regionen in Piemont, wie unter anderem „Südtirol News“ berichtete.
Demnach erfassten zahlreiche Messstationen oberhalb von 1.700 Metern Neuschneemengen von bis zu 50 Zentimetern. Teils wurden sogar Spitzenwerte von 128 Zentimeter Neuschnee gemessen, etwa am Teufelsegg in Südtirol, wie „Stol.it“ berichtete.
In der Provinz Trentino wurde wegen des Schnees am Sonntag der auf gut 2.000 Metern Höhe gelegene Fedaia-Pass in den Dolomiten abgesperrt. Auch am Montagmorgen zeigte Google Maps an, dass der Pass weiterhin nicht befahrbar sei. Weitere Pässe in der Region wurden ebenfalls gesperrt.
Durch den vielen Schnee steigt auch die Gefahr von Lawinen: Die Behörden riefen in mehreren Regionen die zweithöchste Warnstufe aus, wie aus dem Lawinenreport hervorgeht. „Sehr viel Neuschnee sowie die teils mächtigen Triebschneeansammlungen sind an allen Expositionen sehr störanfällig“, heißt es darin. In diesen Gebieten seien „zahlreiche große und vereinzelt sehr große Lawinen zu erwarten“. Die Experten warnen: „Von Skitouren, Freeriden und Schneeschuhwanderungen wird dringend abgeraten.“
Allerdings dürfte sich die Lage in den kommenden Tagen entspannen: Norditalien gelangt unter Hochdruckeinfluss, es soll deutlich milder werden. In den Tälern sind am Montag bereits bis zu 18 Grad angekündigt. Dazu ist viel Sonnenschein prognostiziert.
