Sind die Schmerzen im Lendenwirbelbereich durch Fehlhaltungen oder verspannte Muskeln ausgelöst, können Schmerzmittel helfen, die Akutphase zu überstehen und machen Krankengymnastik und Physiotherapie oft erst möglich. Auch Wärmeanwendungen haben sich bei Verspannungen vielfach bewährt. Sind orthopädische Erkrankungen die Ursache, richtet sich die Therapie nach der Diagnose.
„Stecken beispielsweise Ischiasbeschwerden dahinter, so lassen sich diese in den meisten Fällen durch Massagen, Krankengymnastik, Wärme- oder Kältebehandlungen gut therapieren. Bei einem Hexenschuss können meist spezielle physiotherapeutische Übungen kombiniert mit Wärmepflastern und leichten Schmerzmitteln helfen. Bei einem Bandscheibenvorfall, der in neun von zehn Fällen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule auftritt, hilft in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Schmerztherapie, Physiotherapie sowie thermischen Anwendungen. Bei gravierenden Bandscheiben-Beschwerden kann eine Operation eine Option sein“, so Kubosch.
Um Beschwerden im Lendenwirbelbereich vorzubeugen, ist laut dem Orthopäden Bewegung das A und O. Bewegung stärkt die stützende Muskulatur an Rücken und Bauch, dehnt Muskeln, Sehnen und Bänder und fördert die Beweglichkeit. Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Rückenkurse, Yoga, Pilates und Wandern sind gut geeignet, aber auch Spaziergänge sowie moderate Dehnübungen. Zwischendurch sollte man sich regelmäßig Strecken und die Position verändern, damit der Rücken in Bewegung bleibt.
Als gute Dehnübung für den Rücken empfiehlt Kubosch den „Katzenbuckel“: „Ausgangsposition dabei ist der Vierfüßlerstand. Der Blick ist nach unten gerichtet, die Wirbelsäule nach oben gedrückt. Atmen Sie ein und machen Sie bitte den Rücken so rund wie möglich, dabei lassen Sie den Kopf locker hängen. Langsam ausatmen und dabei ins Hohlkreuz zurückgehen. Wiederholen Sie diese Übung bitte zehnmal. Achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht zu viel Kraft aufwenden und die Bewegungen gleichmäßig durchgeführt werden.“










