Chaos bei Hannover 96
Sportchef wollte Trainer entlassen – und fliegt selbst raus
23.03.2026 – 08:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Hannover 96 und Jörg Schmadtke beenden nach nur drei Monaten wieder die Zusammenarbeit. Im Hintergrund soll es zu Machtkämpfen um Trainer Titz gekommen sein.
Das Aus von Jörg Schmadtke als Sport-Geschäftsführer bei Hannover 96 hat am Sonntag viel Aufsehen erregt. Der Zweitligist teilte mit, dass die Zusammenarbeit „einvernehmlich“ beendet werde. Doch das stimmt wohl nur bedingt, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet. Im Hintergrund soll es einen heftigen Machtkampf gegeben haben – der nun zuungunsten des 62-Jährigen endete.
So soll es zwischen Schmadtke, der erst zu Jahresbeginn übernommen hatte, und 96-Gesellschafter Gregor Baum während eines Spiels in der Stadionloge einen heftigen Streit gegeben haben. Grund dafür: Trainer Christian Titz.
So sollen Schmadtke und einige Profis den Coach laut „HAZ“ extrem kritisch gesehen haben. Schmadtke soll bereits zu Beginn der Rückrunde über die Entlassung von Christian Titz nachgedacht haben. Das Team solle laut „HAZ“ nicht mehr geschlossen hinter dem Trainer stehen. Dass Hannover im Jahr 2026 bisher nur zwei Pflichtspiele verloren hat, soll die eigentlichen Probleme überdeckt haben.
Ein weiterer Grund, warum Titz bisher bleiben durfte: Die Mehrheit der 96-Gesellschafter soll sich laut „HAZ“ aufgrund der guten sportlichen Lage für den Trainer ausgesprochen haben. Durch den 1:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig am vergangenen Freitag stehen die Niedersachsen auf Platz fünf, nur zwei Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz. Ein potenzieller Kader für die Bundesliga werde im Hintergrund bereits längst mit Christian Titz geplant.
In den kommenden Wochen trifft Hannover nacheinander auf drei der vier Teams, die in der Tabelle vor ihnen stehen.
