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Home » Schlaf-Apps und Wearables boomen: Nutzen womöglich nur begrenzt
Gesundheit

Schlaf-Apps und Wearables boomen: Nutzen womöglich nur begrenzt

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 23, 2026
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Schlaf-Apps und Wearables boomen: Nutzen womöglich nur begrenzt

Fachleute warnen vor Risiken

Nutzen von Schlaf-Apps und Co. womöglich nur begrenzt


23.06.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.

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Schlafende Frau mit Schlaftracker (Symbolbild): Etwa jeder Dritte hat Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. (Quelle: whitebalance.space/getty-images-bilder)

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Schlaftracker und Schlaf-Apps boomen. Doch viele Tools und Anwendungen halten nicht, was sie versprechen – womöglich schaden sie sogar.

Wer schlecht schläft, sucht oft nach schnellen Lösungen. Schlaftracker, Smartwatches und Apps versprechen bessere Nächte, mehr Energie am Tag und sogar Hinweise auf mögliche Schlafstörungen. Doch Fachleute sehen diese Entwicklung kritisch.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) leiden in Deutschland Millionen Menschen unter behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Entsprechend groß ist der Markt für technische Schlafhilfen.

  • Studie zu Schlaf-Apps: So verschlechtern sie den Schlaf vieler Menschen
  • Einschlafprobleme: Was wirklich hilft

Viele Geräte messen nur Bewegung und Puls

Das Angebot reicht von Schlaftrackern und Smartwatches über Lichtwecker bis hin zu Geräten wie intelligenten Schlafmatten oder synchron atmenden Kuschel-Schlafrobotern. Oftmals mit dem Versprechen, den Schlaf zu analysieren oder sogar zu verbessern.

Doch laut Schlafforscher Hans-Günter Weeß beruhen viele dieser Systeme auf vergleichsweise einfachen Messmethoden. Häufig erfassen sie vor allem Bewegungen und Puls. Daraus lassen sich zwar grobe Angaben zur Schlafdauer, Einschlafzeit oder nächtlichen Wachphasen ableiten. Die tatsächliche Schlafqualität könne damit jedoch nicht zuverlässig bestimmt werden.

Viele Studien zur Genauigkeit solcher Geräte wurden zudem an gesunden Menschen durchgeführt. Für die Diagnose von Schlafstörungen seien sie daher nicht geeignet. Experten sehen sie eher als Wellnessprodukte, denn als medizinische Hilfsmittel.

  • Ständiges Aufwachen: Ab wann muss man zum Arzt?
  • Gestörter Schlaf: Diese Medikamente können schuld sein

Wenn Schlaftracking zum Problem wird

Die andauernde Vermessung des eigenen Schlafs kann sogar negative Folgen haben und zu einer sogenannten Orthosomnie führen. Betroffene versuchen dabei, ihren Schlaf immer weiter zu optimieren, und beobachten sich ständig selbst.

Das kann Druck erzeugen und die Schlafprobleme verstärken. Manche Menschen verlassen sich morgens mehr auf die Bewertung ihrer App als auf ihr eigenes Körpergefühl. Zeigt der Tracker eine schlechte Nacht an, fühlen sie sich entsprechend erschöpft, selbst wenn sie eigentlich ausgeruht sind.

Umgekehrt können ungenaue Messungen dazu führen, dass Menschen mit tatsächlichen Schlafstörungen keine ärztliche Hilfe suchen, weil ihnen ein angeblich gesunder Schlaf bescheinigt wird.

Was bei Schlafproblemen wirklich hilft

Die DGSM betont, dass digitale Angebote zur Unterstützung durchaus sinnvoll sein können – vorausgesetzt, sie sind wissenschaftlich geprüft und entsprechen medizinischen Standards. Werden sie vom Arzt verschrieben, übernehmen gesetzliche Krankenkassen in der Regel die Kosten dafür.

Wer unter Ein- oder Durchschlafstörungen leidet, sollte sich jedoch nicht allein auf Apps oder Wearables verlassen. Denn diese können zwar das Bewusstsein für die Bedeutung von Schlaf stärken. Eine verlässliche Diagnose oder Behandlung ersetzen sie jedoch nicht.

Bei anhaltenden Beschwerden ist daher eine ärztliche Abklärung zu empfehlen. Denn chronische Schlafstörungen können nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch das Risiko für psychische Erkrankungen sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen erhöhen.

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