Es dauerte bis zur 74. Minute, bis dann auch die Bielefelder wieder gefährlich vor dem Schalker Gehäuse auftauchten. Joel Grodowski erlief einen Steilpass und umkurvte Torwart Kevin Müller. Von der Grundlinie legte er den Ball in die Mitte, wo aber keiner seiner Teamkollegen stand, um den Ball ins Tor zu befördern.
Vermeintlich besser lief es wenige Minuten später. Ein weiter Einwurf von Robin Knoche landete im Strafraum, wo Roberts Uldriķis den Ball per Kopf zu Joel Grodowski quer legte, der erfolgreich vollendete. Ekstase im Gästeblock. Doch kurze Zeit später meldete sich der Videoschiedsrichter: Grodowski stand bei der Vorlage seines Teamkollegen knapp im Abseits. Der Ausgleich zählte nicht. In der Folge rannte Bielefeld an, blieb aber ohne Erfolg, sodass Schalke einen am Ende verdienten Heimsieg einfuhr. Die Fans in der Veltins-Arena feierten das mit „Spitzenreiter“-Gesängen nach Abpfiff.
Die SV Elversberg hat in zumindest für eine Nacht einen direkten Aufstiegsplatz erobert. Die Saarländer besiegten den Tabellenvorletzten 1. FC Magdeburg am Freitag durch ein spätes Tor von Lukasz Poreba (85.) mit 1:0 und verbesserten sich auf den zweiten Tabellenrang. Mehrere Rivalen können am Wochenende aber wieder vorbeiziehen. Magdeburg bleibt in der Abstiegszone.
Der FCM ist die schwächste Heimmannschaft der Liga, gehört allerdings auswärts zum besten Drittel. Auch im Stadion an der Kaiserlinde spielte der vermeintlich klare Außenseiter auf Augenhöhe mit: Mateusz Zukowski, der den Ball nicht richtig traf (22.), und Dariusz Stalmach per Kopf (35.) hätten den Führungstreffer erzielen können. Nicolas Kristof im Elversberger Tor passte aber in der kurzen Ecke hervorragend auf.
Die SVE war spielfreudig, kam jedoch selten gefährlich durch. David Mokwa rutschte zu spät in einen Querpass (21.), Immanuel Pherai scheiterte an FCM-Torhüter Dominik Reimann, der den Ball nach einem Steilpass mit dem Oberkörper blockte (25.).
Die zweite Halbzeit war ein zähes Ringen um Ballbesitz und die wenigen guten Gelegenheiten, die sich für Magdeburg meist aus Kontern ergaben. Elversberg drängte auf einen späten Treffer, aber fast immer warf sich ein FCM-Abwehrspieler dazwischen. Poreba schlenzte den Ball schließlich doch noch zum Sieg ins Tor.









