„Bin sprachlos, ernüchtert und desillusioniert“
Ex-Nationaltorhüter Adler teilt deutliches Statement
Aktualisiert am 21.03.2026 – 16:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhält Collien Fernandes viel Zuspruch. Nun zählt wohl auch ein deutscher Ex-Profi dazu.
Der frühere deutsche Nationaltorhüter René Adler hat ein klares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen gesetzt. Auf Instagram schrieb der 41-Jährige in einer Story: „Ich bin sprachlos, ernüchtert und desillusioniert, in was für einer kranken Welt meine Tochter geboren wurde. Ich kann nur sagen: Es reicht!“ Dazu teilte er einen Meinungsbeitrag aus dem „Stern“, der sich mit den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen befasst.
Doch damit nicht genug. Am Samstag postete Adler eine zweiteilige Bilderreihe. Auf dem ersten Foto stehen die durchgestrichenen Worte „Protect your daughter“ (zu Deutsch: Beschütze deine Tochter). Darunter ist die wohl eigentliche Nachricht zu lesen: „Educate your son“ (zu Deutsch: Erziehe deinen Sohn). Auf dem zweiten Bild wurde Adler dann deutlich: „Es ist beschämend! Ich schäme mich für uns Männer!“ Der frühere Profi kenne „kaum eine Frau, die nicht schon mindestens einmal in ihrem Leben Erfahrung mit sexualisierten Übergriffen oder sexualisierter Gewalt gemacht hat. Und warum? Weil Männer es machen können!“
Die Strafen für Männer seien laut Adler „zu milde“, so können Frauen „nicht ausreichend geschützt werden“. Und weiter: „Es ist und bleibt ein strukturelles Problem. Auch wir Männer dürfen es nicht mehr hinnehmen. Es ist unsere Verantwortung, dass sich etwas ändert.“
Adler erwähnte in dem Post zwar nicht, worauf er sich genau bezieht. Angesichts seiner Instagram-Story und dem Zeitpunkt des Beitrags lässt sich schlussfolgern, dass er damit auf den Fall Collien Fernandes reagierte. Die deutsche Schauspielerin und Moderatorin hatte zunächst im „Spiegel“ schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und bestimmte Vorhaltungen eidesstattlich versichert.
Anschließend äußerte sie sich auch auf ihrem Instagram-Account. Demzufolge soll Ulmen über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben. Aus ihrer eidesstattlichen Erklärung geht auch hervor, dass er gegenüber hunderten Männern im Netz ihre Identität angenommen und diesen Männern in ihrem Namen sexuelle Avancen gemacht haben soll. Fernandes sprach unter anderem von „digitaler Vergewaltigung“.











