Erstmals in der Geschichte
Europa League: Starke Freiburger buchen Finale
Aktualisiert am 07.05.2026 – 23:12 UhrLesedauer: 3 Min.
Früher Platzverweis, frühes Tor und eine Fußball-Gala: Der SC Freiburg zieht in einem emotionalen Abend ins Finale der Europa League und erreicht Historisches.
Der SC Freiburg schreibt Klub-Geschichte und steht erstmals in einem europäischen Finale. Das Team von Trainer Julian Schuster hat den Rückstand aus dem Halbfinal-Hinspiel (1:2) der Europa League gedreht und im eigenen Stadion 3:1 (2:0) gewonnen. Lukas Kübler (19.) und Johan Manzambi (41.) hatten schon im ersten Durchgang die wichtigen Tore geschossen. Als Kübler dann seinen zweiten Treffer nachlegte (72.) sah es kurz nach der Entscheidung aus. Pau Victor (79.) verkürzte jedoch noch. Im Anschluss entwickelte sich eine spannende Schlussphase, aus der die Freiburger als Sieger hervorgingen.
Dabei fingen die Freiburg an zu zittern, obwohl sie lange in Überzahl spielten. Bereits in der sechsten Minute war Mario Dorgeles nach einer Notbremse an Niklas Beste vom Platz geflogen. Über 80 Minuten hatten die Breisgauer Überzahl.
Im Finale am 20. Mai treffen die Freiburger in Istanbul auf Aston Villa. Die Engländer setzten sich gegen die Ligarivalen aus Nottingham durch und konnten ebenfalls den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel drehen und gewannen 4:0.
Es brodelte im Breisgau. Von der ersten Minute an peitschten die SC-Fans ihr Team lautstark nach vorn. Und die Gastgeber, die in der Anfangsphase jeden Zweikampf suchten, erwischten durch den Platzverweis einen perfekten Start.
Niklas Beste stürmte frei auf Bragas Keeper Lukáš Horníček zu und wurde von Dorgeles zu Fall gebracht. Schiedsrichter Davide Massa aus Italien zeigte dem Offensivmann, der die Freiburger mit seinem Siegtor in der Nachspielzeit vor einer Woche noch geschockt hatte, umgehend und zu Recht die Rote Karte.
Braga musste also mehr als 80 Minuten in Unterzahl auskommen – und das gegen den heimstarken Sport-Club, der seine Europa-League-Spiele im eigenen Stadion in dieser Saison allesamt gewonnen hat. Die Badener drängten die Portugiesen weitgehend hinten rein, hatten mehr als 70 Prozent Ballbesitz – und beim Führungstreffer dann auch das Glück auf ihrer Seite.
Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr der Gäste flipperte Kübler die Kugel irgendwie an den linken Innenpfosten, von wo aus sie zum 1:0 ins Netz rollte.
