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Home » Satelliten sind Ziel in künftigen Konflikten
Politik

Satelliten sind Ziel in künftigen Konflikten

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 15, 2026
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Satelliten sind Ziel in künftigen Konflikten

„Man geht nicht nur mit einem Schild in die Arena“

Generalmajor warnt vor Russlands Nuklear-Satelliten


15.06.2026 – 11:53 UhrLesedauer: 3 Min.

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Ein Satellit wird von einer Rakete in den Kosmos befördert (Archivbild): Die Selbstverständlichkeit, mit der militärische und zivile Infrastruktur von Satelliten abhängt, könnte eine Schwäche gegenüber Russland offenbaren. (Quelle: IMAGO/Jennifer Briggs)

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Ein Vertreter der Bundeswehr warnt vor einer zunehmenden Militarisierung des Weltraums und möglichen Risiken für die globale Satelliteninfrastruktur.

Der Leiter des Weltraumkommandos der Bundeswehr, Michael Traut, hält nukleare Angriffe Russlands auf Satelliten im Weltraum für möglich. Deutschland sei auf ein funktionierendes Satellitensystem angewiesen, nicht nur zivil, sondern auch militärisch. Entsprechend wappne sich die Bundeswehr für mögliche weiterführende Attacken im Weltraum, sagte Traut dem Medium „Politico“.

Die US-Regierung teilte bereits 2024 mit, sie habe Informationen darüber, dass Russland daran arbeite, einige seiner Satelliten mit nuklearem Sprengstoff auszustatten. Sollte ein solcher Satellit einen nuklearen Angriff starten, könnte er einen bedeutenden Teil der Satelliteninfrastrukturen zerstören. Besonders die US-Streitkräfte würden empfindlich getroffen, was eine Eskalation zwischen den Großmächten deutlich wahrscheinlicher machen würde.

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Nukleare Gefahr für Deutschland

Auch für Deutschland spielt der Weltraum eine immer wichtigere Rolle in der Verteidigungspolitik. So plant Berlin im Rahmen des Projekts SATCOMBw 4 eine eigene militärische Satellitenkommunikationskonstellation. Sie soll den wachsenden Bedarf der Bundeswehr an sicherer Konnektivität decken und auch Partnern der Bundesrepublik zugänglich sein.

imago images 0832618581Vergrößern des Bildes
Generalmajor Michael Traut (Archivbild). (Quelle: Thomas Imo/imago)

Michael Traut, der auch Generalmajor der Luftwaffe ist, erklärte gegenüber „Politico“: „Wenn sich heute etwas Ähnliches wie Starfish Prime ereignen würde, könnte bis zu ein Drittel aller Satelliten im niedrigen Erdorbit in den darauffolgenden Wochen und Monaten ausfallen.“ Beim US-Atomtest „Starfish Prime“ von 1962 wurde eine Atombombe in großer Höhe gezündet und verursachte dabei starke elektromagnetische Effekte und Satellitenstörungen im Weltraum.

In den letzten Jahren hätten Konflikte mit immer stärkerem Fokus auf Satelliten stattgefunden, so Traut. Im unteren Eskalationsbereich seien elektromagnetische Störungen und Laserbeeinträchtigungen von Satelliten bereits jetzt alltägliche Realität: „Das beste Beispiel sind GPS-Störungen im Ostseeraum“, sagte er und ergänzte, dass diese den zivilen Luft- und Schiffsverkehr beeinträchtigten.

Bundeswehr rüstet sich

Deutschlands Reaktion darauf dürfe nicht zurückhaltend ausfallen, so der Generalmajor: „Man geht nicht nur mit einem Schild in die Arena.“ Eine funktionale Abschreckung habe immer auch eine offensive Komponente, wobei „offensiv nicht aggressiv“ bedeute, so Traut. Deutschland müsse jedoch in der Lage sein, in einem Konflikt die Initiative zu ergreifen. Dazu gehöre auch das Vorgehen gegen die Weltraumsysteme eines Gegners.

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