Straße von Hormus
Hohe Spritpreise: Airline streicht 1.000 Flüge im April
Aktualisiert am 18.03.2026 – 08:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer mit dem Flugzeug reisen will, muss sich wohl auf Einschränkungen wegen der hohen Energiepreise einstellen. Eine Fluggesellschaft streicht viele Flüge im April.
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS will im April rund 1.000 Flüge streichen. Grund sind stark gestiegene Preise für Öl und Kerosin infolge des Kriegs im Nahen Osten. Das berichtete die schwedische Wirtschaftszeitung „Dagens Industri“.
Hintergrund ist die anhaltende Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran. Der Konflikt dauert inzwischen seit drei Wochen an. Eine zentrale Schifffahrtsroute, die Straße von Hormus, ist weitgehend gesperrt. Über diese Meerenge werden etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls und Flüssigerdgases transportiert. Die Blockade wirkt sich entsprechend stark auf die Energiepreise aus.
„Der Preis für Flugbenzin hat sich innerhalb von zehn Tagen verdoppelt“, sagte SAS-Chef Anko van der Werff der Zeitung. Zwar versuche das Unternehmen, Kostensteigerungen abzufedern. Die Entwicklung treffe die Luftfahrtbranche jedoch unmittelbar.
Bereits im März habe SAS „einige Hundert“ Flüge gestrichen, sagte der Unternehmenschef. Angesichts von normalerweise rund 800 Flügen täglich seien die Maßnahmen jedoch nicht als drastisch zu bewerten. Gleichzeitig hat die Airline ihre Ticketpreise wegen der gestiegenen Treibstoffkosten bereits erhöht.
Neben den gestiegenen Rohstoffpreisen kämpft die Fluglinie laut eigenen Angaben auch mit anderen externen Problemen. So mussten etwa durch Streiks in Deutschland einige zusätzliche Flüge gestrichen werden, was die operative Lage von SAS weiter verkompliziere.
Die Preise für Erdölprodukte sind nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und den folgenden iranischen Vergeltungsangriffen auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion markant gestiegen, da durch den Krieg der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus in weiten Teilen zum Erliegen gekommen ist.










