Verstrickung in Epstein-Skandal
Sarah Ferguson wird weiterer Titel entzogen
26.03.2026 – 21:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Herzogin darf sie sich nicht mehr nennen. Nun wurde Sarah Ferguson aufgrund ihrer Verstrickungen in den Epstein-Skandal auch ein Ehrentitel aberkannt.
250.000 Menschen standen vor dem Buckingham-Palast, als sich der damalige Prinz Andrew und Sarah „Fergie“ Ferguson nach ihrer royalen Hochzeit das erste Mal als Ehepaar der Öffentlichkeit präsentierten. Sie wurde zur Herzogin von York und trug den Titel auch nachdem ihre Ehe längst zerbrochen war und 1996 geschieden wurde.
Bis der Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein über dem britischen Königshaus hereinbrach. 2015 rückte der Sohn von Queen Elizabeth II. und Sarah Fergusons Ex-Mann Andrew in den Fokus der Ermittlungen. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr schockierende Details zu seiner Verwicklung im Fall Epstein ans Licht – und belasteten auch Sarah Ferguson schwer.
Ende Januar enthüllten Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files zahlreiche Nachrichten der damaligen Herzogin an Epstein, die das Ausmaß ihrer engen Beziehung zu ihm verdeutlichen. Selbst nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 wegen Anstiftung zur Prostitution hielt sie an der Freundschaft fest.
Im Oktober gab Andrew auf Druck seines Bruders, König Charles III., seine royalen Titel ab. Daraufhin durfte sich auch seine Ex-Frau nicht mehr Herzogin von York. Nun wurde der 66-Jährigen zudem die Ehrenbürgerschaft von York entzogen. Das beschloss der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig.
„Wir erwarten nicht, dass die Empfänger von Yorks höchster Auszeichnung Heilige sind. Wir wollen nur nicht, dass sie die besten Freunde von verurteilten Pädophilen sind“, begründete der liberale Stadtrat Darryl Smalley die Entscheidung.
Der Entzug der Ehrenbürgerschaft ist nur der jüngste Tiefpunkt für Sarah Ferguson. Nach dem Titelentzug im Oktober hatten auch mehrere Wohltätigkeitsorganisationen, darunter der „Teenage Cancer Trust“ und ihre eigene Stiftung „Sarah’s Trust“ die Zusammenarbeit mit ihr beendet oder wurden aufgelöst. Zudem verlor sie – wie Andrew – das Wohnrecht der Royal Lodge auf Schloss Windsor.










