„Werde mein Bestes geben“
Kölnerin Sarah Engels vertritt Deutschland beim ESC
01.03.2026 – 06:59 UhrLesedauer: 3 Min.
Sarah Engels hat den deutschen ESC-Vorentscheid in Berlin gewonnen und fährt mit „Fire“ nach Wien. Wie knapp das Rennen gegen die Konkurrenz ausfiel, zeigt ein Blick auf die Abstimmung.
Die Kölnerin Sarah Engels wird Deutschland beim großen Finale des Eurovision Songcontests (ESC) vertreten. Die 33-Jährige setzte sich beim Vorentscheid in Berlin gegen acht andere Bewerber durch. Damit war ihr das Ticket zum ESC-Finale am 16. Mai in Wien sicher. „Ich freue mich so krass, dass ich dabei sein darf und ich werde mein Bestes geben für Deutschland“, versprach sie.
Engels wird mit dem Song „Fire“ (Feuer) antreten – und genauso wurde ihr Lied am Samstagabend beim Vorentscheid in Berlin auch inszeniert. Hohe Flammen züngelten auf der Bühne, während die Sängerin mit ihren Tänzerinnen in einem roten Kleid darüber wirbelte.
Engels erste Handlung nach der Show bestand darin, ihre beiden Kinder anzurufen, die vor dem Fernseher mitgefiebert hätten. Und auch Anteil am Erfolg hatten. „Der Glücksbringer, den sie mir heute Morgen mitgegeben haben, der hat gefruchtet“, verriet Engels der Deutschen Presse-Agentur. Es habe sich um ein kleines Faultier gehandelt. Die Botschaft sei gewesen: Ruhe bewahren.
Innere Ruhe wird die 33-Jährige beim ESC-Finale gebrauchen können. Die Mission wird für die Kölnerin alles andere als leicht. In den vergangenen zehn Jahren lief es für deutsche Künstler immer wieder miserabel beim ESC – oft landeten sie auf letzten oder vorletzten Plätzen. Nur Michael Schulte erreichte 2018 mit Platz vier ein Top-Ergebnis. Sänger Isaak (2024, 12. Platz) und das Duo Abor & Tynna (2025, 15. Platz) fuhren zuletzt Mittelfeld-Ränge ein. Immer wieder wurde in Deutschland auch ein wenig herumprobiert, wie man den europäischen Geschmack treffen könnte.
„Fire“ ist nun eine tanzbare Pop-Nummer von einer erfahrenen Bühnenkünstlerin. Im Studio kam der Song gut an. Inhaltlich soll das Lied vor allem Frauen stärken. „Wir leben in einer Welt voller Social Media. Irgendwie wirkt alles so unecht“, erklärte Sarah Engels. Sie wolle jeder Frau sagen: Sie brauche sich nicht zu verstellen, sondern sie dürfe einfach sein, wer sie sei.










