Keine Chance für Deutschland?

Sarah Engels beim ESC – Hape Kerkeling wird deutlich


10.05.2026 – 14:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Sarah Engels (Archivbild): Die Sänngerin aus Köln wird Deutschland beim ESC in Wien vertreten. (Quelle: IMAGO/Michael Kremer)

Sarah Engels wird Deutschland beim ESC in Wien vertreten. Hape Kerkeling rechnet der Kölnerin keine großen Chancen aus – aber nicht wegen ihres Songs.

Zweimal konnte Deutschland bisher den Eurovision Song Contest gewinnen: 1991 landete Nicole mit dem Ralph-Siegel-Titel „Ein bisschen Frieden“ mit 161 Punkten auf dem ersten Platz. Noch deutlicher war der Sieg von Lena Meyer Landrut im Jahr 2010. Die damals 19-Jährige ließ die Konkurrenz mit 246 Punkten deutlich hinter sich. In diesem Jahr soll die Kölner Sängerin Sarah Engels sich ebenfalls ganz an die Spitze singen. Mit ihrem Song „Fire“ wird sie am 16. Mai für Deutschland beim diesjährigen ESC in Wien antreten.

Wie die 33-Jährige im Interview mit der Kölner Lokalredaktion von t-online erklärte, wäre der erste Platz natürlich das Nonplusultra – doch wäre sie auch mit einer niedrigeren Platzierung zufrieden. „Einen erfolgreichen Auftritt beim ESC würde ich gar nicht so sehr über die Platzierung definieren“, sagte die Sängerin. Für mich ist es ein erfolgreicher Auftritt, wenn ich damit viele Frauen erreichen kann und es nur ein junges Mädchen gibt, das sagt: Jetzt will auch ich mein inneres Feuer entfachen.“

Diese Herangehensweise könnte genau die richtige sein – zumindest in den Augen von Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling. Denn das Urgestein der deutschen Unterhaltung rechnet beim ESC nicht mit einer hohen Platzierung für Deutschland. Das hat aber nichts mit Sarah Engels und ihrem Song zu tun, sondern viel mehr mit dem Status von Deutschland bei dem Wettbewerb.

„Wenn der Lette auftritt, kriegt er Punkte aus Estland und Litauen. Wenn der Schwede singt, freut er sich über Punkte aus Finnland, Dänemark und Island. Singt der Deutsche – dann kriegt er nicht mal einen Punkt aus Österreich“, sagt Kerkeling in der neuen ARD-Dokumentation „70 Jahre ESC – More than Music“. Laut ihm stünde Deutschland bei dem Contest „allein auf weiter Flur“ und habe „keine Lobby“. Da drohe auch ein guter Song, am unteren Ende der Tabelle zu landen.

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