Sarah Engels

ESC falsche Bühne für politische Konflikte

28.04.2026 – 06:08 UhrLesedauer: 1 Min.

Sarah Engels (Archivbild): Die Sängerin lebt in Köln. (Quelle: Carsten Koall/dpa)

Mehrere Länder boykottieren den Wettbewerb wegen des Gaza-Konflikts. Die Kölner Sängerin findet dazu deutliche Worte.

Sarah Engels findet deutliche Worte: Die 33-jährige Kölnerin, die Deutschland beim Eurovision Song Contest vertritt, hat sich gegen eine Politisierung des Wettbewerbs ausgesprochen und das unmissverständlich.

„Auf der Welt passieren aktuell schlimme Dinge. Davor darf man auf keinen Fall die Augen verschließen“, sagte Engels der Nachrichtenagentur dpa. „Aber ich bin fest davon überzeugt, dass der Eurovision Song Contest die falsche Bühne ist, um tiefe politische Konflikte auszutragen.“

Hintergrund sind anhaltende Debatten um das Vorgehen Israels im Gazastreifen. Als Reaktion darauf boykottieren mehrere Länder den größten Musikwettbewerb der Welt in diesem Jahr. Das ESC-Finale findet am 16. Mai in Wien statt – dort tritt Engels mit ihrem Lied „Fire“ für Deutschland an.

Die Sängerin betonte im dpa-Gespräch, was der ESC für sie bedeutet: „Für mich ist das ein Ort für Musik, für Leidenschaft und dafür, Menschen emotional miteinander zu verbinden – egal, woher sie kommen.“ Sie warnte davor, diese Funktion zu gefährden: „Es wäre einfach traurig, wenn diese verbindende Kraft verloren geht, weil wir versuchen, dort Probleme zu lösen, die eigentlich ganz woanders hingehören.“

Gleichzeitig stellte Engels klar, dass sie die politischen Themen nicht kleinreden wolle. Man müsse das trennen können – „ohne die Wichtigkeit der Themen herabzustufen“.

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