„Das habe ich noch nie öffentlich gemacht“
Sängerin Mia Julia unterbricht Auftritt für wichtige Botschaft
04.09.2026 – 23:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf Mallorca heizt Mia Julia regelmäßig der feiernden Menge ein. Nun unterbrach sie für mehrere Minuten ihre Show, um sich gegen Rechtsextremismus stark zu machen.
Sie ist seit über zehn Jahren als Partysängerin am Ballermann erfolgreich. Nach ihrer früheren Karriere in der Erotikbranche erfand sich Mia Julia ab 2012 neu und machte sich mit Hits wie „Peter Pan“ oder „Mallorca (Da bin ich daheim)“ einen Namen. Auch ihre Alben erreichen regelmäßig Spitzenplatzierungen. Mit „Mitten in Mia“ stieg Mia Julia 2020 beispielsweise auf Platz 2 der offiziellen deutschen Album-Charts ein – direkt hinter Schlagerstar Helene Fischer.
Am Freitagabend stand die 39-Jährige für das „Glücksgefühle“-Festival in Hockenheim auf der Bühne. Während sie zunächst ihr Programm wie geplant durchzog, unterbrach die Sängerin überraschend ihren Auftritt für mehrere Minuten. Vor rund 250.000 Besuchern sendete Mia Julia eine ernste Botschaft gegen Rechtsextremismus und offenbarte dabei, dass sie selbst seit rund zehn Jahren von Nazis bedroht wird. Die Mallorca-Sängerin erzählte, dass es 2017 bei einem ihrer Auftritte am Ballermann zu einem Vorfall kam: „Bei diesem Abriss sehe ich auf einmal 25 Nazis stehen. Hammerskins. Mir war sofort klar: keine Party für Nazis bei meiner Show!“
„Seit Jahren streite ich mich mit Nazis“
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen Neonazis damals versucht haben, den Auftritt von Mia Julia mit „Ausländer raus“-Rufen zu stören. Zudem sollen sie Reichsflaggen geschwenkt haben. Als die Sängerin das bemerkte, soll sie ihren Auftritt unterbrochen und gerufen haben: „Macht sofort die Scheiße da runter.“ Beim aktuellen „Glücksgefühle“-Festival verriet Mia Julia nun, dass sie „damals Morddrohungen und Vergewaltigungsdrohungen bekommen“ habe. „Das zieht sich bis heute. Das habe ich noch nie öffentlich gemacht. Seit fast zehn Jahren streite ich mich mit Nazis.“
Davon will sich die Ballermann-Sängerin jedoch nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil: „Ich bin auf dem Dorf groß geworden, da habe ich mich schon mit 15 Jahren mit Nazis rumgestritten, die haben mich sogar durch den Raum geschlagen.“ Mit ihrer Botschaft auf der Bühne wolle die 39-Jährige bewusst ein Zeichen setzen, denn: „Ich liebe Blau. Und ich hole mir die Farbe wieder zurück. Ich stehe für Toleranz, für Vielfalt, für freie Liebe. In der heutigen Zeit können wir nicht den Mund halten. Wir müssen den Mund aufmachen, um gewisse Augen zu öffnen.“