Hohe Investitionen

Russland zahlt bei Olympia gesperrten Athleten Geld

Aktualisiert am 09.04.2026 – 12:58 UhrLesedauer: 1 Min.

Wladimir Putin: Der Sport und die Politik sind in Russland enger verzahnt als anderswo. (Quelle: IMAGO/Kristina Kormilitsyna)

Russische Athleten durften aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht unter russischer Flagge antreten. Daher waren nur wenige in Mailand dabei.

Russland zahlt Wintersportlerinnen und Wintersportlern Prämien für die Olympischen Spiele 2026 – auch wenn sie gar nicht teilgenommen haben. Insgesamt 116 Athletinnen und Athleten stehen auf einer Liste.

Nur 13 Russinnen und Russen waren in Mailand unter neutraler Flagge am Start. Einziger Medaillengewinner war Skibergsteiger Nikita Filippov mit Silber. Dennoch will das Russische Olympische Komitee (ROK) auch jene finanziell entschädigen, die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der daraus folgenden Sperren nicht antreten durften.

Geplant sind gestaffelte Prämien: 500.000 Rubel (rund 5.500 Euro) für Goldmedaillengewinner der vorherigen Spiele, 350.000 für Silber (rund 3.900 Euro), 250.000 für Bronze (2.250 Euro) und 150.000 Rubel (1.650 Euro) für weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Viktor Berezov vom ROK erklärte: „Auf diese Weise unterstützen wir nicht nur diejenigen, die zu den Olympischen Spielen gereist sind, sondern auch diejenigen, die nicht zu den Olympischen Spielen reisen konnten. Aus unserer Sicht ist das gerecht.“

Währenddessen bleibt die Situation der tatsächlich gestarteten Olympioniken unklar. Ob Silbermedaillengewinner Nikita Filippov zusätzlich Geld vom ROK erhält, ist offen. Von seiner Heimatregion Kamtschatka bekam er bereits 730.000 Rubel (rund 8.000 Euro).

Wie die Liste der 116 Athletinnen und Athleten zustande kam, ist unklar. Auch die Gesamtsumme ist nur grob zu schätzen, sie dürfte aber bei mindestens 20 Millionen Rubel (etwas mehr als 200.000 Euro) liegen. Bereits nach den Sommerspielen 2024 hatte Russland ähnliche Zahlungen geleistet.

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