Russland-Kontakte gefährden wohl Job
Übernimmt Weltmeister Pirlo doch nicht Italien?
26.07.2026 – 12:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der Absage von Wunschkandidat Pep Guardiola soll es nun ein Weltmeister von 2006 richten. Jetzt gibt es allerdings Bedenken, weil er Kontakte nach Russland hat.
Der frühere Weltmeister Andrea Pirlo sollte Italiens neuer Nationaltrainer werden – doch nun steht die Berufung wieder auf der Kippe. Mehrere italienische Zeitungen berichten, dass es im nationalen Fußballverband FIGC wegen verschiedener Russland-Kontakte des 47-Jährigen Bedenken gebe. Auch aus der italienischen Politik kam Kritik.
Drei Punkte stehen im Fokus: Der einstige Mittelfeldstar trainiert derzeit für ein Millionengehalt den Verein United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der dem russischen Milliardär Sergej Lomakin gehört. Zudem ist Pirlo globaler Markenbotschafter des russischen Wettanbieters Fonbet.
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Vor einigen Wochen war er zu einer Autogrammstunde in Moskau, was angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht nur in Italien Aufsehen erregte. Der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ zufolge lässt Italiens neuer Verbandspräsident Giovanni Malago die verschiedenen Geschäftsbeziehungen des Kandidaten nun prüfen.
Sollte einen Vertrag über vier Jahre bekommen
Dabei galt die Personalie zunächst als beschlossene Sache. Nachdem Wunschkandidat Pep Guardiola abgesagt hatte, sollen sich Verband und Pirlo geeinigt haben. Demnach solle der 116-fache Nationalspieler einen Vier-Jahres-Vertrag mit dem Ziel WM 2030 bekommen. Offiziell gab es dafür noch keine Bestätigung.
Vielen deutschen Fans ist Pirlo aus dem WM-Halbfinale 2006 in Erinnerung. Als Passgeber für das 1:0 von Fabio Grosso kurz vor Ende der Verlängerung bereitete er den Siegtreffer gegen den Gastgeber vor. Italien gewann das Spiel mit 2:0. Nach seiner Spielerkarriere bei Inter Mailand, dem AC Mailand und Juventus Turin arbeitete Pirlo als Trainer unter anderem bei Juventus, wo er Pokalsieger wurde, und Sampdoria Genua. Bei beiden Klubs musste er aber nach nur einer Saison wieder gehen.
