Ratsbürgerentscheide in Nordrhein-Westfalen
Rund 1,4 Millionen beteiligen sich an Olympia-Votum
Aktualisiert am 19.04.2026 – 19:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Fast ein Drittel der Wahlberechtigten haben sich nach vorläufiger Schätzung an den Ratsbürgerentscheiden beteiligt. Der Ministerpräsident rechnet mit einem Ja für eine Bewerbung um Sommerspiele.
In 17 nordrhein-westfälischen Kommunen haben die Bürger per Briefwahl darüber abgestimmt, ob ihre Stadt Teil einer deutschen Olympia-Kandidatur werden soll. Nach Angaben von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen. „Das ist eine herausragende Zahl. Rein rechnerisch sind das mehr Menschen als zum Beispiel in Hamburg überhaupt wahlberechtigt sind. Es sind dreimal so viele Menschen wie etwa in München abgestimmt haben“, so Wüst.
Die Beteiligung liege nach vorläufiger Schätzung bei 32 Prozent der mehr als vier Millionen Wahlberechtigten, so Wüst. In Köln, das als „Leading City“ der Bewerbung gilt, habe sie laut Wüst sogar bei 40,5 Prozent gelegen.
Die Abstimmung breche damit gleich mehrere Rekorde. „Es ist die größte direktdemokratische Beteiligung in der olympischen und paralympischen Geschichte und es ist zugleich die größten Bürgerbefragung in der Geschichte unseres Landes Nordrhein-Westfalen“, zeigte sich Wüst stolz.
Der NRW-Ministerpräsident geht davon aus, dass eine Mehrheit für die Bewerbung gestimmt hat. „Wir können davon ausgehen, dass die Menschen unserer Bewerbung mehrheitlich ihre Stimme gegeben haben“, sagte er. Ein offizielles Ergebnis lag zunächst nicht vor. Laut Wüst sei der Tag der Abstimmung schon jetzt als „Tag gelebter Demokratie“ zu verstehen.
Zur Abstimmung stand eine Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. NRW ist einer von vier nationalen Interessenten für die deutsche Olympia-Bewerbung.
München hatte bereits im vergangenen Herbst eine klare Mehrheit erzielt. Berlin verzichtet auf ein Bürgervotum. Hamburg will Ende Mai abstimmen lassen.
