Sammer-Vorschlag abgelehnt
„Unmoralische“ Summen: Rummenigge spricht Warnung aus
25.02.2026 – 12:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fordert Reformen für das ausufernde Berater-Business im Fußball. Einen besonderen Vorschlag aber lehnt er ab.
Der frühere Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat grundlegende Reformen im Beratergeschäft des Profifußballs gefordert. In einem Interview mit dem Fußball-Weltverband Fifa kritisierte der 70-Jährige die „unmoralischen“ Zahlungen an Spielervermittler und beschrieb die aktuelle Entwicklung als „Rattenrennen“ auf dem Transfermarkt.
Eine komplette Abschaffung der Berater lehnt Rummenigge jedoch ab. „Es macht keinen Sinn, irgendwelche Dinge anzuzetteln und zu sagen: Wir müssen die Berater abschaffen. Das ist für mich eine Nonsens-Geschichte. Man kann sie nicht abschaffen. Sie sind Teil dieses Geschäfts“, sagte der Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters. Zuletzt hatte das der Ex-Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer gefordert.
Berater hätten beim letzten Transfermarkt 1,37 Milliarden Dollar eingenommen – Geld, das laut Rummenigge „nicht mehr im Fußball-Kreislauf, sondern weg“ sei.
Stattdessen plädiert der frühere Nationalspieler für einen offenen Dialog. Der Weltverband Fifa, die Uefa, Klubs, Ligen und Berater müssten sich „an den Tisch setzen und ganz offen, ehrlich, aber auch korrekt miteinander sprechen“.
Rummenigge warnt allerdings auch vor wachsenden Abhängigkeiten: „Wir geraten immer mehr in Abhängigkeiten von Beratern – und der Einfluss auf Spieler ist mittlerweile ungeheuerlich.“ Die Klubs seien bereit, alles zu tun, um gewünschte Spieler zu bekommen.
Auch Bayern-Aufsichtsrat Uli Hoeneß hatte zuletzt eine härtere Gangart angekündigt. „Wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft. Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird“, erklärte der langjährige Bayern-Manager.










