Probleme mit Batterie-Software
Hyundai startet Rückruf für Elektro-SUV
23.03.2026 – 12:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Softwarefehler im Batteriemanagement könnte beim Hyundai Kona Elektro zu spät auf Probleme reagieren. Es besteht erhöhte Brandgefahr.
Hyundai ruft weltweit 104.011 Exemplare des Kona Elektro zurück, in Deutschland sind 13.523 Fahrzeuge betroffen. Hierbei geht es um Modelle aus dem Produktionszeitraum Januar 2018 bis Juli 2023. Grund ist eine fehlerhafte Software im Batteriemanagementsystem, die eine mögliche thermische Instabilität der Hochvoltbatterie nicht rechtzeitig erkennt und damit ein erhöhtes Brandrisiko mit sich bringt.
Der Rückruf betrifft damit die erste Generation des Kona Elektro. Die zweite Generation des Modells ist seit Herbst 2023 auf dem Markt und verwendet andere Batterien, sie ist von der Maßnahme offenbar nicht betroffen ist.
In den Werkstätten wird eine aktualisierte Software für das Batteriemanagementsystem (BMS) aufgespielt. Diese soll Spannungsunterschiede zwischen einzelnen Batteriezellen früher erkennen und so mögliche Probleme rechtzeitig identifizieren. In einzelnen Fällen kann es laut Berichten auch zu einem vorsorglichen Austausch der Hochvoltbatterie kommen, in der Regel soll jedoch das Softwareupdate ausreichen.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 16242R. Nach Angaben der Behörde sind bislang keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Problem bekannt. Der Hersteller hat zudem keine näheren Angaben dazu gemacht, ob sich der Rückruf auf bestimmte Varianten oder Produktionsorte eingrenzen lässt.
Da es sich um einen vom Kraftfahrt-Bundesamt überwachten Rückruf handelt, werden die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge direkt von der Behörde informiert. Betroffene Halter können sich darüber hinaus für weitere Informationen an Hyundai oder eine Vertragswerkstatt wenden. Der Hersteller hat dafür eine Hotline unter der Rufnummer 069/380767-212 eingerichtet. Für Rückfragen sollten Kunden den Rückrufcode 61D004 bereithalten.
Unklar ist, welche Batterievarianten konkret betroffen sind. Der Kona Elektro wurde mit zwei unterschiedlich großen Batterien angeboten. In Internetforen wird zudem darüber spekuliert, ob vor allem Fahrzeuge aus südkoreanischer Produktion betroffen sind. Eine Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
Für den Kona Elektro ist es nicht der erste Rückruf im Zusammenhang mit der Batterie. Bereits im Jahr 2020 hatte Hyundai mehrere Zehntausend Fahrzeuge zurückgerufen. Damals ging es um mögliche Defekte an Batteriezellen eines Zulieferers. Auch in diesem Fall wurden Softwareupdates durchgeführt und in einzelnen Fahrzeugen Batterien ausgetauscht.
