Polizeieinsatz im Bahnhof
Rucksack führt zu fast 14 Stunden Verspätung
Aktualisiert am 09.04.2026 – 11:40 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem Zug wird ein Rucksack entdeckt. Vom Besitzer fehlt jede Spur. Die Polizei rückt an. Für Bahnreisende hat der Vorfall unangenehme Folgen.
Ein herrenloser Rucksack hat am Mittwoch am Würzburger Hauptbahnhof den Zugverkehr teilweise lahmgelegt und damit zu zahlreichen Verspätungen geführt. Das Zugunternehmen Averio habe die Bundespolizei am Abend darüber informiert, dass eine unbekannte Person einen Rucksack in einem Regionalzug abgestellt habe, berichtete das lokale Portal „Mainfranken News“ unter Berufung auf die Polizei.
Der Zug, der nach Treuchtlingen fahren sollte, habe auf Gleis 3 gestanden, hieß es in dem Bericht weiter. Der schwarze Rucksack habe in einer Sitzgruppe gelegen und keinerlei Hinweise auf den Besitzer oder die Besitzerin ermöglicht.
Auch eine Befragung von anderen Reisenden durch Bundespolizisten habe nicht weitergeholfen, berichtete „Mainfranken News“ weiter. Daraufhin sollen die Beamten Spezialkräfte hinzugezogen haben, die den Rucksack genauer untersuchten. Dabei sei spezielles Röntgen-Equipment zum Einsatz gekommen, um zu erfahren, was in dem Rucksack ist.
Nach Auswertung der Röntgenbilder hätten die Kräfte aber schließlich Entwarnung gegeben: In dem Rucksack seien lediglich Schulsachen und persönliche Gegenstände gewesen, hieß es.
Während des Polizeieinsatzes ließ die Polizei die Bahnsteige 1 bis 3 räumen. Zudem wurden die Gleise 1 bis 5 für einfahrende Züge zwischen kurz nach 20 Uhr bis etwa 22.40 Uhr gesperrt. Obwohl die Züge über die anderen, noch freien Gleise umgeleitet wurden, seien die Auswirkungen auf den Bahnverkehr beträchtlich gewesen. Insgesamt sei es bei 45 Zügen zusammengerechnet zu einer Verspätung von 836 Minuten gekommen, berichtete „Mainfranken News“. Das entspricht rund 14 Stunden.










