„Es sind Leute zusammengeklappt“
600 Stellen abgebaut: Katja Burkard über „schwärzesten Tag“ bei RTL
10.02.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Wegen einer Umstrukturierung des Programms strich RTL 600 von 7.500 Arbeitsplätzen. Sender-Gesicht Katja Burkard spricht nun darüber, wie sie diese folgenschwere Entscheidung erlebt hat.
Vor wenigen Wochen informierte RTL die Mitarbeitenden des Senders über eine Neuausrichtung des Senderprogramms. Die linearen Werbeumsätze waren seit 2019 um mehr als 20 Prozent gesunken. Einzelne Magazine wurden eingestellt oder zusammengelegt, rund 600 Stellen wurden abgebaut. Katja Burkard, die seit etwa drei Jahrzehnten für RTL arbeitet, erlebte diese Zeit mit Schrecken.
Die Situation bei ihrem Arbeitgeber beschrieb sie im Podcast „Zwischen den Zeilen“ mit Bettina Böttinger als „ganz, ganz schrecklich“. Die vielen Mitarbeitenden, die ihre Arbeit und damit auch ihre Existenzgrundlage verloren haben, hätten ihr sehr leidgetan. Den Tag, an dem die Kündigungswelle einsetzte, hat sie noch gut im Gedächtnis: Zwischen 14 und 16 Uhr seien E-Mails versendet worden, in denen den Angestellten mitgeteilt wurde, ob sie weiterhin ihren Arbeitsplatz behalten würden oder nicht. Sie habe diesen Tag als einen der „schwärzesten Tage“ in der RTL-Geschichte erlebt.
Die Situation wäre für manche nicht zu ertragen gewesen. Burkard erklärte, es seien „Leute zusammengeklappt“. Außerdem habe es den einen oder anderen Rettungswagen-Einsatz gegeben. Vor 26 Jahren habe es schon einmal eine ähnliche Situation gegeben. Doch damals sei die Lage weniger alternativlos gewesen als heute, da es genügend freie Arbeitsplätze bei der Konkurrenz gegeben hätte.
Heute sei das anders. „Das lineare Fernsehen ist ja auch so ein bisschen vom Aussterben bedroht“, meinte Burkard, einen vergleichbaren Job zu finden, sei also weitaus schwieriger als noch Anfang der 2000er Jahre.










