Im MDR
TV-Tipp: Dieser DEFA-Film gehörte zu den großen DDR-Erfolgen
18.06.2026 – 09:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Politische Themen und gesellschaftliche Konflikte prägten viele DDR-Filmen. In der DEFA-Produktion „Rotfuchs“ treten sie jedoch in den Hintergrund.
Das DDR-Filmstudio DEFA produzierte zwischen 1946 und 1992 rund 750 Spielfilme. Obwohl antifaschistische Filme und politikgebundene Themen rückblickend das Archiv bestimmen, gab es auch Werke, die sich auf das Zwischenmenschliche konzentrierten. „Rotfuchs“ zählt zu diesen emotionalen Geschichten.
Darum geht es in „Rotfuchs“
Eva Kolinauke (Angelika Waller), die alle nur unter ihrem Spitznamen „Rotfuchs“ kennen, ist Postbotin in einem kleinen Dorf. Gemeinsam mit ihrem Sohn versucht sie, das Leben zu genießen. Doch sie sehnt sich nach der großen Liebe. Als eines Tages der Binnenfischer Jon (Jürgen Zartmann) auftaucht, schöpft sie Hoffnung.
Doch der kleine Silberstreif am Horizont erweist sich als trügerisch. Jon ist bereits in einer Beziehung, was Evas Situation komplizierter macht. Trotz der komplizierten Verstrickungen und Gefühle lässt sich Eva von ihren Gefühlen leiten.
Wie sehenswert ist „Rotfuchs“?
Die sanfte Figurenzeichnung und der feine Humor verleihen dem Film eine gewisse Leichtigkeit. Zwar zeigt Regisseur Manfred Mosblech auch den einfachen DDR-Alltag, doch eben diese realistische Darstellung lässt auch Nostalgie aufkommen.
„Rotfuchs“ läuft am Samstag, 20. Juni 2026, um 09.05 Uhr im MDR. Wer den Film im TV verpasst, kann ihn anschließend kostenfrei in der ARD-Mediathek streamen.
Immer wieder gern gesehen
Neben der einfühlsamen Erzählweise förderten auch die zahlreichen Wiederholungen im DDR-Fernsehen den Erfolg von „Rotfuchs“. Wie die Filmseite „kino.de“ berichtet, wurde der Film elf Mal zwischen seinem Erscheinungsjahr 1973 und 1990 ausgestrahlt. Damit entwickelte er sich zu einem der gefragtesten Liebesfilme in den neuen Bundesländern.
Schauspielerin Angelika Waller spielte nach „Rotfuchs“ noch weitere Rollen, die ihre umfangreiche Filmografie ergänzten. So war sie unter anderem in „Unterm Birnbaum“ (1973), „Der Bruch“ (1988) oder „Farßmann oder zu Fuß in die Sackgasse“ (1990) zu sehen.









