Protein-Wechsel
Einfacher Tausch in der Ernährung senkt das Diabetesrisiko
18.02.2026 – 12:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Viele Menschen fürchten vor allem Zucker, wenn es um Diabetes geht. Doch eine große US-Studie zeigt: Auch wer viel rotes Fleisch isst, trägt ein deutlich höheres Risiko.
Da der Zuckerstoffwechsel bei Diabetes gestört ist, gehen viele Menschen davon aus, dass vor allem zu viel Zucker und Kohlenhydrate die Erkrankung begünstigen. Doch auch eine Ernährung, die viel rotes Fleisch und Fleischprodukte enthält, könnte das Risiko für eine Diabeteserkrankung erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich im „British Journal of Nutrition“ veröffentlichte Studie aus den USA und China.
Für die Studie haben Forscher die Gesundheits- und Ernährungsdaten von mehr als 34.000 erwachsenen US-Amerikanern aus der Gesundheitsstudie NHANES ausgewertet. Dabei analysierten sie, wie viel Obst und Gemüse, Geflügel, Fisch, Eier, pflanzliche Proteine, Vollkornprodukte, gesüßte Getränke, Kaffee und rotes Fleisch die Probanden zu sich nahmen. Beim Fleisch unterschieden sie zudem zwischen unverarbeitetem roten Fleisch wie reinem Rind, Schwein oder Lamm und verarbeitetem Fleisch wie Wurst, Speck, Schinken oder Salami, die gepökelt, gesalzen oder geräuchert wurden.
Ihr Ergebnis: Je mehr rotes Fleisch auf dem Teller landet, desto häufiger tritt Diabetes auf – selbst dann, wenn andere Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Rauchen oder Bildungsstand berücksichtigt werden.
Demnach haben Teilnehmer mit dem höchsten Konsum an rotem Fleisch (verarbeitet und unverarbeitet) ein etwa 50 Prozent höheres Diabetesrisiko als jene mit dem niedrigsten Verzehr. Für verarbeitetes rotes Fleisch allein ergab sich eine ähnliche Risikosteigerung. Wer viel rotes Fleisch isst, aber hauptsächlich in unverarbeiteter Form, hat ein etwa 25 Prozent höheres Diabetesrisiko. Zudem haben die Wissenschaftler errechnet, dass jede Portion rotes Fleisch pro Tag die Wahrscheinlichkeit für Diabetes um 16 Prozent erhöht.
Neben tierischen Proteinquellen analysierten die Forscher auch den Effekt von pflanzlichen Alternativen auf das Diabetesrisiko. Teilnehmer, die täglich eine Portion rotes Fleisch durch pflanzliche Proteinquellen wie Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Sojaprodukte ersetzten, hatten ein um 14 Prozent geringeres Diabetesrisiko.











