Reparatur startet
Rolltreppen-Chaos in Berlin: Bald sollen erste wieder fahren
20.02.2026 – 19:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Berliner Hauptbahnhof stehen seit Mittwoch 42 von 54 Rolltreppen still, bundesweit sind 130 Anlagen betroffen. Bald sollen die Ersten wieder funktionieren.
Die Deutsche Bahn hat nach dem großflächigen Ausfall von Rolltreppen in mehreren Bahnhöfen erste Reparaturen angekündigt. Ab Samstag sollen die ersten Anlagen im Berliner Hauptbahnhof wieder in Betrieb gehen, teilte die Bahn mit. Wie viele Rolltreppen genau wieder laufen werden, hänge vom Fortschritt der Prüfungen und Arbeiten ab.
Im Berliner Hauptbahnhof sind seit Mittwoch 42 der insgesamt 54 Rolltreppen außer Betrieb. Am Bahnhof Südkreuz stehen weitere zehn Anlagen still. Bundesweit seien insgesamt 130 Rolltreppen betroffen, unter anderem an den Bahnhöfen Flughafen Köln/Bonn, Frankfurt, Dresden, Essen, Hamburg und Düsseldorf.
Grund für die Ausfälle seien Probleme bei einem bestimmten Rolltreppentyp, hieß es. Zwei Rolltreppen dieses Typs seien zuletzt mitten im Betrieb abrupt stehengeblieben. Die betroffenen Anlagen müssten nun umfassend überprüft und repariert werden.
Im Berliner Hauptbahnhof funktionieren derzeit nur die Rolltreppen zwischen der dritten und vierten Ebene. Diese führen zu den S- und Fernbahngleisen im oberen Bereich des Bahnhofs. Alle anderen Anlagen sind außer Betrieb. Die Bahn setzt nach eigenen Angaben Mitarbeiter ein, die für Auskünfte bereitstehen sollen.
Der Berliner Hauptbahnhof gehört mit rund 330.000 Reisenden und Besuchern pro Tag zu den am stärksten frequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Ankunft, Bahnverkehr und Einzelhandel sind auf vier Ebenen angelegt. Die Einschränkungen treffen besonders mobilitätseingeschränkte Menschen erheblich.
Aufzüge gibt es zwar, doch sie brauchen aufgrund der verschiedenen Ebenen oft mehrere Minuten, um überhaupt am Startpunkt anzukommen. Wegen des zu erwartenden höheren Andrangs sind längere Wartezeiten zu befürchten. Die Bahn ruft dazu auf, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stets vorzulassen.
