Unfall mit einem Pferd
Rollstuhlfahrerin stirbt nach Sturz auf der Wiesn
Aktualisiert am 30.09.2026 – 13:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf dem Oktoberfest verfängt sich das Geschirr eines Kutschenpferdes an einem Rollstuhl. Eine über 90-jährige Frau stürzt – mit fatalen Folgen.
Eine Rollstuhlfahrerin ist nach einem Unfall auf dem Oktoberfest in München gestorben. Am vergangenen Mittwoch, 23. September, verfing sich laut Polizei das Geschirr eines Kutschenpferdes auf der Oide Wiesn an ihrem Rollstuhl. Das Tier hob den Kopf, der Rollstuhl kippte um, die Frau stürzte. Sechs Tage später starb sie im Krankenhaus, wie die Münchner Polizei mitteilte.
Die Münchnerin war in Begleitung auf dem Festgelände unterwegs und wollte vor einem Festzelt ein Pferd eines Kutschengespanns am Kopf streicheln. Begleiter halfen der Frau nach dem Sturz zurück in den Rollstuhl. Zunächst setzte sie ihren Weg fort. Kurz darauf verschlechterte sich ihr Zustand.
- Noch ein Todesfall auf der Wiesn: Die traurige Bilanz der letzten drei Jahre
Dritte Wiesn-Tote: Polizei hat Ermittlungen aufgenommen
Der Sanitätsdienst der Aicher Ambulanz brachte sie auf die Sanitätswache des Oktoberfestes. Nach einer Untersuchung durch das Ärzteteam vor Ort wurde sie in eine Münchner Klinik verlegt. Dort starb sie am gestrigen Dienstag.
Ob jemand eine Mitschuld an dem Tod der Frau trägt, ermittelt nun die Münchner Polizei.
Wiesn 2026: Bereits der dritte Todesfall in wenigen Tagen
Der tödliche Unfall der Rollstuhlfahrerin ist nicht der einzige Zwischenfall bei der laufenden Wiesn. Bereits in der ersten Festwoche kamen zwei Menschen ums Leben.
Am ersten Oktoberfest-Montag wurde ein Mann unter der Gondel eines Free-Fall-Turms eingequetscht. Trotz Reanimation starb er an der Schwere seiner Verletzungen in einer Münchner Klinik. Offenbar hatte er sich in einem Bereich aufgehalten, der während einer laufenden Fahrt eigentlich gesperrt ist.
Nur einen Tag später erlitt ein 78-Jähriger am Dienstag im Biergarten des Augustiner-Festzelts einen Herzinfarkt. Zwei Kellnerinnen führten sofort eine Wiederbelebung durch – allerdings erlag der Mann wenige Tage später einer schweren Vorerkrankung.
