Ist er schon tot?

Walflüsterer macht kryptische Andeutung zu Buckelwal Timmy


Aktualisiert am 07.05.2026 – 12:39 UhrLesedauer: 3 Min.

Der Blas eines Wales, bei dem es sich vermutlich um den kurz zuvor in die Nordsee entlassenen Buckelwal Timmy handelt (Archivbild): Der „Walflüsterer“ glaubt, Timmy lebe noch. (Quelle: Sebastian Peters/dpa)

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal Timmy ist frei, aber lebt er überhaupt noch? In einem Video äußert sich Robert Marc Lehmann – und kritisiert die gesamte deutsche Medienlandschaft.

Der als „Walflüsterer“ bekannt gewordene Biologe Robert Marc Lehmann hat sich in einem Video auf YouTube zum Rettungsversuch von Buckelwal Timmy zu Wort gemeldet und dabei heftige Kritik an Verantwortlichen und insbesondere den Medien geäußert. Er sprach von einer „Kampagne“ gegen seine Person. Auch Strafanzeigen, Morddrohungen und Hassnachrichten habe er erhalten. Das habe ihm und seiner Familie „extrem geschadet“. Lehmann sagte weiter: „Meine Mama hat geweint.“

Das Video, das Mittwochnachmittag online ging, ist eine Stunde und 17 Minuten lang. Gleich zu Beginn fasst er das Drama um Wal Timmy aus seiner Sicht zusammen: „Ich habe doch mal gesagt, Deutschland versagt zu 99 Prozent in Sachen Walrettung. Ich habe mich komplett geirrt, es sind 100 Prozent. Vielleicht sogar 110“, so Lehmann an seine Fans und Follower gerichtet.

Der Wal war vor knapp einer Woche unter weitgehend ungeklärten Umständen in der Nordsee freigesetzt worden. Zuvor war er mit einer Transport-Barge von einer Sandbank vor der Ostseeinsel Poel dorthin geschleppt worden. Seitdem gibt es kein bestätigtes Lebenszeichen von dem Tier; der GPS-Tracker, der an Timmy angebracht worden sein soll, funktioniert nicht richtig. Experten gehen davon aus, dass der Wal schon tot ist. Es sei davon auszugehen, dass das geschwächte Tier „nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt“, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am Dienstag mit.

Robert Marc Lehmann reagierte in seinem Video auch auf diese Einschätzung: „Wenn das Meeresmuseum sagt, der Wal ist wahrscheinlich tot, und ich sage, das Deutsche Meeresmuseum liegt halt falsch, dann müsst ihr euch den Rest dazu denken.“ Konkrete Belege lieferte er für diese Behauptung nicht. „Totgesagte leben länger“, schob er noch hinterher.

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