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Wie Sport, Essen und Fitness hat sich Musik schnell von einem Nischensegment der Tourismusbranche zu einem der beliebtesten Gründe dafür entwickelt, warum Menschen um die Welt reisen.
Das sogenannte „Gig-Tripping“, das sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Reisetrend entwickelt hat, ist dank einer wachsenden Zahl internationaler Festivals und des großen Erfolgs von Welttourneen von Künstlern wie Taylor Swift, Coldplay, Beyoncé und Oasis auf dem Vormarsch.
Heutzutage möchten Musikfans nicht nur ein Ticket buchen, um ihre Lieblingsacts in ihrer Heimatstadt oder ihrem Heimatland zu sehen. Sie sind bereit, ihre Koffer (und/oder ihre Gitarre) zu packen, ihre Kopfhörer anzuschließen, die Playlist auszuwählen und sich dann auf den Weg zu einer eigenen internationalen Tour zu machen.
Laut Daten von Skyscanner würden rund 60 % der Reisenden darüber nachdenken, für ein Konzert oder Festival ins Ausland zu reisen, während mehr als die Hälfte der Generation Z und der Millennials Reisen mit Musikbezug planen.
Auch der breitere Markt für Musiktourismus boomt: Forbes bezeichnet ihn als „einen der größten Reisetrends“ und Schätzungen der Branche gehen davon aus, dass er von rund 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf über 400 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen könnte.
Musiktourismus „ist nicht nur ein kultureller Trend“, sondern eine „wirtschaftliche Kraft“, schrieb Justin Reid, Senior Director of Global Partnerships Solutions von Tripadvisor in Advertising Week. „Es verändert das Reisen und verändert die Art und Weise, wie Verbraucher ihr Geld ausgeben.“
Eine Roadmap für den Musiktourismus
Gegen diese Top-Popularität macht sich eine neue US-Plattform, Music Roadtrip, den Aufstieg des Trends zunutze, indem sie Gig-Trips in vollständig kuratierte Reiseerlebnisse verwandelt.
Music Roadtrip wurde Anfang 2026 eingeführt und ist eine kostenlose App, die eine kartenbasierte Möglichkeit bietet, Reiseziele anhand ihrer musikalischen Identität zu erkunden. Es vereint mehr als 100.000 Konzerte, Festivals und Live-Musikveranstaltungen neben Veranstaltungsorten, Plattenläden und kulturellen Sehenswürdigkeiten.
Benutzer können Reiserouten erstellen, die über das Hauptkonzert hinausgehen – einschließlich Stopps an berühmten Veranstaltungsorten, Künstlerstandorten, Musikmuseen und sogar Album-Cover-Standorten.
Die App integriert außerdem praktische Reisetools, darunter Ticketzugang, Empfehlungen für Restaurants und Nachtleben sowie Transportoptionen, sodass Benutzer ganze Reisen rund um eine einzelne Show oder ein einzelnes Festival planen können.
Ein Pluspunkt für Reisende, die mehr von ihrer Musikreise erwarten: kuratierte lokale Reiseführer zeigen die besten Musikerlebnisse an jedem Reiseziel auf, von historischen Aufnahmestudios bis hin zu Live-Shows aufstrebender lokaler Künstler.
Momentan konzentriert sich Music Roadtrip nur auf Reiseziele in den USA, aber da Musiktourismus und Konzertausflüge weltweit weiter wachsen, könnten Fans schon bald sehen, dass es in ihren eigenen Ländern auf der ganzen Welt an der Spitze der App-Charts steht.











