Erste Fälle 2026 gemeldet
Hantavirus: Amt nennt Risiko für Köln und NRW
05.05.2026 – 12:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff sterben nach plötzlicher Krankheit. Dahinter steckt das Hantavirus. Auch in NRW steigt das Risiko einer Infektion.
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz hat mehrere Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen als mögliche Risikogebiete für das Hantavirus ausgewiesen. Für Köln und 15 weitere Gebiete gilt dabei ein niedriges Risiko, das eine Stufe über dem grundsätzlich geltenden geringen Risiko liegt.
Einzig der Kreis Coesfeld erhält die Einstufung „mittleres Risiko“. In der Region gibt es eine besonders dichte Nagetierpopulation. Mäuse und Ratten gelten als Hauptüberträger des Virus an den Menschen.
In Nordrhein-Westfalen wurden bislang zwölf Erkrankungen im Jahr 2026 registriert, im Vorjahr waren es laut Landesamt für Gesundheit 58. Drei Fälle aus diesem Jahr, also ein Viertel aller Infektionen, wurden dabei erst in der vergangenen Woche im Rhein-Erft-Kreis registriert. Der Kreis gilt ebenfalls als Gebiet mit niedrigem Risiko, ebenso der Rheinisch-Bergische Kreis, der Kreis Düren und die Städteregion Aachen.
Die meisten Infektionen bleiben dabei symptomfrei, allerdings gibt es keine spezielle Impfung oder Behandlungsmethode gegen das Virus. Zum Schutz wird empfohlen, beim Reinigen von möglicherweise von Nagern bewohnten Bereichen in Hausnähe Handschuhe oder Atemschutzmasken zu tragen. Denn schon aufgewirbelter Staub kann ausreichen, um das Virus einzuatmen.











