Schifffahrt weiter eingeschränkt

Rheinpegel bei Düsseldorf fällt auf Rekordtief

Aktualisiert am 26.09.2026 – 18:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Rhein: Seit Wochen macht Niedrigwasser der Schifffahrt zu schaffen. (Archivfoto) (Quelle: Federico Gambarini/dpa/dpa-bilder)

Mit minus drei Zentimetern unterschreitet der Pegel den bisherigen Tiefstwert um zwei Zentimeter. Frachtschiffe müssen ihre Ladung weiter reduzieren, eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Der Rheinpegel bei Düsseldorf hat am Samstag mit minus drei Zentimetern einen neuen Tiefststand erreicht – zwei Zentimeter unter dem bisherigen Rekordtief aus dem August. Das geht aus Daten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor. Für Sonntag und Montag wird erwartet, dass der Wasserstand weiter fallen könnte.

Das Niedrigwasser belastet die Schifffahrt auf dem Rhein seit Monaten. Weil die verfügbare Fahrrinnentiefe sinkt, können Frachtschiffe nur noch mit deutlich reduzierter Ladung fahren. Ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein sagte am Freitag: „Die zur Verfügung stehende Fahrrinnentiefe bleibt eingeschränkt und reduziert sich durch die Entwicklung der Pegelstände somit weiter.“

Rheinpegel auch in Köln auf Tiefstand

Auch an anderen Messstationen entlang des Rheins sind die Werte niedrig. In Köln sank der Pegel auf den bisherigen Tiefstand von 45 Zentimetern. Bei Duisburg-Ruhrort lag er bei 130 Zentimetern, knapp über dem Rekordtief von 129 Zentimetern. Den Daten zufolge könnten dort am Sonntag Werte von 126 Zentimetern erreicht werden, was einen neuen Tiefststand bedeuten würde. Die Pegelstände der verschiedenen Messstationen sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle gibt.

Nach Einschätzung der Bundesanstalt für Gewässerkunde ist eine nachhaltige Entspannung der Niedrigwasserlage derzeit nicht absehbar. Für die erste Oktober-Woche angekündigte Niederschläge könnten nach BfG-Einschätzung vorübergehend etwas Entlastung bringen.

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