Deutschlands größter Rüstungskonzern
Weltweite Krisen bescheren Rheinmetall Milliardengewinne
11.03.2026 – 17:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschlands größter Rüstungskonzern macht Milliardengewinne. Wie die geopolitische Unsicherheit Rheinmetall in die Karten spielt.
Rheinmetall hat im vergangenen Jahr Rekordumsätze erzielt. Dabei profitiere der Konzern von der angespannten sicherheitspolitischen Lage, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Rheinmetall sieht sich und seine Produkte in einer zunehmend wichtigen Position, um die Verteidigungsfähigkeit in Deutschland und dessen Partnerländern zu erhöhen.
Der Vorstandschef der Rheinmetall AG, Armin Papperger, sagte: „Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet. Sein Konzern werde auch gebraucht, um „eine wirksame Abschreckung zu schaffen.
Zum Erfolg des Unternehmens habe auch Übernahme des Bremer Marineunternehmens NVL (Naval Vessels Lürssen) beigetragen, sagt Papperger. Dabei handelt es sich um eine Werft in Wilhelmshaven, zwei in Hamburg und eine in Wolgast. Man habe 2.900 Mitarbeiter von NVL übernommen, so Papperger. NVL baut Schiffe für Deutschlands Marine und die Marine anderer Staaten sowie für Behörden: Zum Produktportfolio gehören Fregatten, Korvetten, Patrouillenboote, Versorgungsschiffe und Minenräumer.
Die Autozuliefersparte will Rheinmetall indes aufgeben. Künftig wolle man keine Bauteile für Automobil- und Energiewirtschaft mehr herstellen und sich stattdessen vollständig auf das Rüstungsgeschäft konzentrieren.
Im vergangenen Jahr waren die Umsätze des Konzerns um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro nach oben geklettert. Auch das operative Ergebnis verbesserte sich 2025 um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, das Ergebnis nach Steuern lag mit 0,8 Milliarden Euro allerdings nur drei Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Lieferung von Rad- und Kettenfahrzeugen brachten dem Unternehmen ein Plus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. So lag der Umsatz im Bereich Vehicle Systems 2025 bei 4,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 3,7 Milliarden Euro gewesen. Teil des Erfolgs waren vor allem die Lieferung von Wechsellader-Lkw und taktische Fahrzeugprogramme wie die Boxer-Radpanzer für Großbritannien und die Bundeswehr.
