Probleme bei Rheinmetall

Bundeswehr muss deutlich länger auf „Skyranger“ warten


31.03.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein „Skyranger“ bei einer Ausstellung in Brandenburg (Archivbild): Rheinmetall erwartet deutliche Lieferverzögerungen beim neuen Flugabwehrsystem der Bundeswehr. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Mit dem „Skyranger“ soll die Bundeswehr ein modernes Flugabwehrsystem von Rheinmetall bekommen. Doch der Rüstungskonzern braucht deutlich länger für die Lieferung.

Die Bundeswehr braucht dringend ein neues System zur Abwehr von Bedrohungen aus der Luft. Abhilfe schaffen soll dabei der „Skyranger 30“, ein modernes Flugabwehrsystem des deutschen Rüstungsherstellers Rheinmetall. Eigentlich sollte dessen Auslieferung bald beginnen, doch laut einem Bericht des „Stern“ kommt es dabei zu deutlichen Verzögerungen.

Unter Berufung auf Bundeswehr- und Parlamentskreise schreibt das Blatt, die ersten Serienfahrzeuge würden sich um mindestens 16 Monate verspäten. Die Auslieferung beginne damit frühestens im Jahr 2027. Die vollentwickelte Version des Systems erhalte die Bundeswehr demnach erst ab 2029.

Auf Anfrage des „Stern“ erklärte Rheinmetall, die Auslieferung des „Skyranger“ verzögere sich nur um fünf Monate. Kommt es zur deutlich längeren Verzögerung, könnte dem Konzern laut dem „Stern“ vorliegenden Vertragsunterlagen sogar eine Vertragsstrafe in Höhe von maximal 25 Millionen Euro drohen. Dazu wollte sich Rheinmetall allerdings auf Anfrage des Magazins nicht äußern.

Einer der zentralen Gründe für die Schwierigkeiten bei der Auslieferung des „Skyranger“ soll die Integration wichtiger Komponenten sein, insbesondere im Waffenturm. Außerdem habe Rheinmetall Schwierigkeiten dabei, ursprünglich geplante Lenkflugkörper in das System einzubinden.

Für Kritik sorgt dem Bericht zufolge auch eine von Rheinmetall angebotene Zwischenlösung. Dabei handelt es sich um eine reduzierte Variante des Systems auf Lkw-Basis, für die rund 300 Millionen Euro veranschlagt worden seien. Nach Angaben des „Stern“ wird diese Lösung im Ministerium und im Heer aus Kostengründen sowie nach einem nicht zufriedenstellenden Schießtest nicht weiterverfolgt.

Laut „Stern“ betreffen die Lieferschwierigkeiten nicht nur den „Skyranger“, sondern auch weitere Rüstungsprojekte mit Rheinmetall-Beteiligung. Das Magazin nennt in seinem Bericht das Luftlandefahrzeug Caracal, den Schützenpanzer Puma und den Pionierpanzer Kodiak.

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